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Ski und Rodel gut im Outback...

...natürlich nur wenn es schneit

Mit seinen Höhenlagen von 400 bis rund 600 Metern zählt der Odenwald nicht gerade zu den alpinen Skigebieten. Aber wenn es schneit, heißt es doch in den meisten Regionen: Ski- und Rodel gut! Hügel zum Rodeln finden sich fast überall, auch gespurte Langlauf-Loipen sind zahlreich vorhanden. Selbst Abfahrtslauf ist möglich, mit Schleppliften und abends mit Flutlicht. Man muss also nicht weit fahren, um Spaß im Schnee zu haben. Vorausgesetzt natürlich, es schneit....

Gespurte Loipen und steile Hänge

Die Wintersportmöglichkeiten im Odenwald sind vielfältig, hier einige Tipps und Infos, wo sich das weiße Vergnügen am schönsten ausleben lässt.
Die Abfahrtsstrecke Buchhelle in Beerfelden hat eine Strecke von 430 Metern mit einem Höhenunterschied von 90 Metern. Ein Schlepplicht ist vorhanden und um 17 Uhr geht das Flutlicht an. Die Schneesicherheit ist recht gut, denn es handelt sich um einen Nordwest-Hang mit sehr geringer Sonneneinstrahlung. Liftbetrieb ist täglich von 10 bis 21 Uhr, Ski-Schule wird an den Wochenenden angeboten. Auch Skilanglauf ist in Beerfelden möglich, gleich auf fünf verschiedenen Loipen rund um die Sensbacher Höhe. Deren Länge beträgt bis zu 7000 Metern, sie verfügen zum Teil über maschinelle Einzelspurung und gewalzte Loipentrasse für Skating-Technik, die Schwierigkeitsgrade sind leicht, die Landschaftsart Wald. Zudem gibt es zahlreiche, nicht gespurte Skiwanderwege.
Auch in Löhrbach-Schnorrenbach ist ein Schlepplift vorhanden, die Streckenlänge beträgt 300, der Höhenunterschied 50 Meter. Liftbetrieb mit Flutlicht ist werktags von 16 bis 21 Uhr, samstags sowie an Sonn- und Feiertag ist der Skihang von 10 und 21 Uhr geöffnet, die Skihütte bewirtet, Rodeln in Buchklingen und gegenüber vom Skihang erlaubt.
In Dorf-Erbach ist Langlauf und dank des Schlepplifts des örtlichen Turnvereins auch Alpinskin möglich, die Strecke beträgt hier 200 Meter, der Höhenunterschied 40 Meter. Im Erbacher Stadteil Bullau warten insgesamt 16 Kilometer gespurte Loipen auf Wintersportfreunde. In Grasellenbach und auf der Tromm heißt es ebenfalls (Langlauf-) Ski und Rodel gut. Mit vier gespurten Langlaufloipen wartet auch die kleine Gemeinde Hesseneck auf. Lindenfels lädt zum Skiwandern auf markierten Rundkursen ein oder auf die 200 Meter lange Rodelbahn mit 60 Meter Höhenunterschied.
Technisch anspruchsvoll durch leichte Steigungen und Gefällstrecken präsentiert sich die fünf Kilometer lange gespurte „Dorfloipe“ in Vielbrunn. Die Landschaftsart ist hier offenes Gelände und der Höhenunterschied beträgt 100 Meter Zudem gibt es in dem Michelstädter Stadtteil einen kleinen, leichteren Rundkurs. Rodeln ist gleich an mehreren Hängen möglich, eine 280 Meter lange Strecke findet sich in der Nähe von des Weilers Brehmhof.
Auch das Höhedorf Würzberg lädt zum Wintersport ein, von der Übungsloipe für Anfänger bis zu mittelschweren Herausforderungen, zwischen vier und 14 Kilometern Länge. Auch Skiwandern und Rodeln ist dort möglich.
In Modautal-Neunkirchen stehen Skiabfahrten  auf dem Programm, der Doppelschlepplift ist täglich von 10 bis 20 Uhr in Betrieb, ab 17 Uhr mit Flutlicht. Auch in Mossautal Güttersbach steht an der 250 Meter langen Abfahrtsstrecke ein Schlepplift zur Verfügung, auf Langläufer warten zwei Loipen. In Rothenberg führen sechs Kilometer Langlaufstrecke über einen Rundkurs und offenes Gelände.
Wald-Michelbach/Siedelsbrunn lädt zum Langlauf ebenso ein wie zum Skiwandern - und auf Abfahrer wartet am Sendeturm die Hardbergpiste, 900 Meter lang, mit einem Höhenunterschied von 150 Metern. Auf dieser Piste ist auch das Ski-Bob-Fahren erlaubt.
Übrigens: Apres-Ski ist in der Region jederzeit möglich – auch ganz ohne Schnee. (psi)

Nähere Informationen – auch über die jeweilige Schneesituation - gibt der TouristikService Odenwald-Bergstraße, Marktplatz 1, in Erbach, Tel. 06062 943330, Fax 943333, Internet: www.odenwald.de, Mail: info@tourismus-odenwald.de.

Spazieren in Kälte und Schnee - Stimmungsvolle Winterwanderungen an der Bergstraße

Winterzeit. Man muss nicht mit Skiern oder Snowboard unterwegs sein, um das Flair der kalten und weißen Jahrszeit zu genießen. Auch ohne Schlittenhunde vorneweg gibt es im Outback Wintergenuss pur. Für Spaziergänger. Wer keinen grauen Alltagsspaziergang will, sollte auf Schnee warten.
Vom Alsbacher Schloss aus (Zufahrt über den Ortskern, ist ausgeschildert) hat man die Wahl. Entweder man nimmt die vom Parkplatz gen Süden und Westen abzweigenden Waldwege und genießt die Winterstimmung mit dem zeitweisen Blick in die Rheinebene. Oder man hält sich östlich – und damit in Richtung Melibokus – und trifft auf dunkle Täler, verwunschene Waldwege und schroffe Hänge. Winterreiz: Schneewald, Herr-der-Ringe-Ambiente, Schutz vor Wind und Sturm. Tipp: Nachtwanderung bei Vollmond und klarem Wetter in dem dann fast taghellen Wald.
Der Waldweg vom Seeheimer Lufthansa-Bildungszentrum aus (Zufahrt über den Ortskern Seeheims) in Richtung Heiligenberg und Stettbach kommt zwar als Spazierautobahn daher (breite und ausgebaute Waldwege), bietet aber die Anmutung einer Bergstraßenwelt im Kleinen. Man läuft entlang des Bergstraßenkamms, hat die Wahl eines Abstechers zur „Ruine Tannenburg“, findet kleine Brückchen, wo man gar keine bräuchte und hat den einmaligen „Zehn-Wege-Platz“ auf der Route. Von ihm aus zweigen zehn Spazierwege sternenförmig ab. Eine Hütte gibt es dort auch. Weitere Atmosphären auf der Tour: Blick auf Fischteiche, alte Kanalisationsbunker, die vielleicht schönsten Natursteinmauern entlang der Bergstraße, viele Seitenwege, viel Wildwechsel und nur moderate Steigungen. Winterreiz: viele tief verschneite Hohlwege, kaum Schutz vor Winterwind.
Das „Fürstenlager“ oberhalb des Bensheimer Stadtteils Auerbach (Zufahrt ab der Ortsmitte in Richtung Hochstätten, nach einem Kilometer rechts abbiegen) macht mit seinem feudalen Ambiente seinem Namen Ehre. Ein Park, sehr gepflegt, Mammutbäume, Brunnen, ehemals fürstliche Bauten, ein sehr schönes Herrenhaus (mit entsprechenden Preisen für Kaffee und Kuchen, dafür aber auch mit herrlicher textiler Wandbespannung) und einmal mehr die freie Wahl: pittoreske Wäldchen, Freisitze, Obstbaumhänge, Teiche und hoch über dem Fürstenlager wundervolle Aussichten bis in den Taunus und das Elsass. Winterreiz: Schnee in einem gepflegten Park.
Über Bensheim thront das Kirchberghäuschen. Ein Ausflugslokal mit Standardkulinarik. Es liegt auf einem Weinberg. Durch den führt von Bensheim aus ein Weinlehrpfad. Bei Schnee sind die Wege ausreichend geräumt. Was den mühsamen (oder trainierenden) Aufstieg erträglich macht. Auf dem versperrt kein Baum die Aussicht auf die Altstadt, auf das Ried, auf die Industrieanlagen in Mannheim und Ludwigshafen und auf das Atomkraftwerk in Biblis. Ein Ausflug zum Kirchberghäuschen lässt sich gut mit einem Gang durch den Fürstenlager-Park kombinieren. Dauer: nicht unter vier Stunden. Ohne Kuchenpause auf dem Kirchberghäuschen. Winterreiz: karges Land, Weinstöcke im Winter, die verschneite Bensheimer Altstadt dicht vor Augen, Rutschpartien sind mit Ledersohlen garantiert.
Wer während seines Winterspaziergangs die Bergstraße lieber sieht, statt auf dem Höhenzug zu wandern, startet in Seeheim-Jugenheim am Schuldorf-Bergstraße in Richtung Bickenbach (befestigte Wege durch Felder), läuft in Bickenbach durch die Alsbacher Straße (östlicher Ortsrand), schlägt sich östlich der Tennisanlage Alsbachs bis Zwingenberg durch (Aufwärmen ist in den Altstadtkneipen oder in der ihr gegenüber liegenden historischen Scheuergasse möglich). Lohn der Flachlandtour, die immer unweit der alten und neuen Bundesstraße 3 verläuft: fantastische und meist unverbaute Blicke auf die Bergstraße mit dem Schloss Alsbach, dem Melibokus und den Waldhängen. Winterreiz: im Schnee laufen und sehen, wo noch mehr Schnee liegt als im Flachland. Tipp: Handschuhe, Schal, noch ein Schal und Gore-Tex.
Die Instantversion eines Winterspaziergangs ist von Jugenheims Alsbacher Straße (Südende) aus möglich. Dort beginnt ein rund 400 Meter langer Fußweg nach Alsbach. Stimmung: unverbaut, den Elementen ausgesetzt und immer den Zielpunkt vor Augen. An Alsbachs Ortseingang kann man sich entscheiden: umkehren und die andere Perspektive genießen oder den Hohlweg links hoch laufen. Von dort aus sind es rund zwei Stunden bis auf den Melibokus-Gipfel und rund eine Stunde bis zum Alsbacher Schloss. Wer nur den kurzen Verbindungsweg von Jugenheim nach Seeheim läuft (und wieder zurück), hat ein kurzes Express-Wintervergnügen. Die Tour dauert kaum länger als 15 Minuten. Schnupperwintervergnügen. Winterreiz: man fühlt sich am Ende der Sprinttour durch den Schnee noch so aufgewärmt, wie bei deren Start.   (bux)

Das Eis ist dünner als man denkt

Im Sommer sind sie Badeseen. Und jetzt, bei Frost, könnten die Gewässer, so sie zugefroren sind, eine optimale Kulisse für Eislaufvergnügungen sein. Sind sie aber nicht. Kaum ein See friert bei den hiesigen Wintertemperaturen so dick zu, dass er sicher einen Schlittschuhläufer trägt. Wer es dennoch wagt, muss wissen, dass er es auf eigene Gefahr tut. Die Besitzer der Seen (meist Kommunen, Forstverwaltungen oder Angelsportvereine) übernehmen keine Haftung für Schäden oder Verletzungen, die ein Eisläufer erleidet, wenn er die Eisfläche eines Sees betritt und plötzlich den Boden unter den Füßen verliert. Sollte die Eisfläche halten und jemand stürzen, gibt es natürlich ebenfalls keinen Schadensersatz und auch kein Schmerzensgeld vom Seeeigentümer. Der muss sein Gewässer übrigens nicht mit Verbotsschildern versehen. Wo also das Eislaufen per Schild nicht verboten ist, ist es nicht automatisch erlaubt. Ein See mit unsicherer Eisfläche muss auch nicht abgesperrt werden. 
Es gibt sie natürlich, die Geheimtipps in der Eisläuferszene. Besonders kleine Gewässer und dort vorzugsweise die ufernahen Bereiche tragen nach einigen Tagen strengen Frostes auch mal einen Erwachsenen. Wie lange, bleibt dabei immer ungewiss. Und es hängt von Vielem ab: wie stark ist die Wasserbewegung des Sees, wie sehr ist die Wasseroberfläche der Wintersonne ausgesetzt, wie tief ist der See im Uferbereich, von wo aus er ja zur Mitte hin zufriert? 
Wir verzichten bewusst auf die Nennung von zweifelhaften Geheimtipps. Dafür sei auf die Gefahren deutlich hingewiesen. Wer einbricht, findet sich unversehens in eiskaltem Wasser wieder. Der Kälteeffekt wird durch das Vollsaugen der meist dicken Kleidung noch verstärkt. Jetzt droht Herz-Kreislauf-Versagen. Sich selbst aus der frostigen Lage befreien, kann gelingen, muss es aber nicht. Eine eingebrochene Eisfläche ist kein stabiler Beckenrand, an dem man sich aus dem Loch heraushangeln kann. Im ungünstigsten Fall bricht man schon beim Herausklettern erneut ein. Und man bringt Helfer in Gefahr, ebenfalls einzubrechen. Ein zu hoher Preis für ein paar Runden auf Schlittschuhen. Und sei der Wintertag auch noch so schön.
Wer sich lieber von Zahlen abschrecken lässt: nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ereignen sich Unfälle wegen zu dünner Eisdecke (Amtsdeutsch: Winterseeunfälle) pro Jahr deutschlandweit etwa 5.000 Mal. Erfasst sind dabei lediglich jene Ereignisse, bei denen ein Rettungsdienst hinzugezogen wurde. Die Dunkelziffer wird indes deutlich höher liegen. Im Schnitt der letzten zehn Jahre kam es dabei jährlich zu 37 Todesfällen. Die Tendenz der vergangenen fünf Jahre ist dabei steigend. Die meisten Winterseeopfer sind übrigens Kinder. (bux)

Auf der sicherem Eis: Eisbahn Roßdorf und Eisporthalle in Darmstadt

Den Blick auf die Kirche gibt es gratis dazu. Und den auf das Roßdörfer Schwimmbad ebenso. Ist die Eisbahn auf, ist das Schwimmbad zu. Das sorgt für genügend Parkraum am so genannten Freizeitzentrum. Zwischen November und Januar (je nach Witterung auch länger) hat dort die Eisbahn geöffnet. Gardemaß hat sie mit 45 mal 22,5 Metern nicht, aber für den Feierabendspaß oder die Kinderbeglückung reicht sie aus. Betrieben wird sie von der Gemeinde Roßdorf. Und die hält sich bei den Eintrittspreisen angesichts des Gebotenen nicht gerade zurück. Sommers ist die Fläche eine Rollhockeybahn. 20.000 Besucher kommen nach Angaben der Gemeinde pro Jahr. Um Kosten zu sparen, wird die Anlage bei warmer Witterung geschlossen. 
Eisbahn Roßdorf, Schulgasse 24, Öffnungszeiten: werktags 14 bis 17, zusätzlich mittwochs und freitags 18 bis 21 Uhr, samstags 10 bis 13, 14 bis 17 und 18 bis 21 Uhr und sonntags 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr. Drei Euro für Erwachsene, Kinder 1,80 Euro.
60 auf 30 Meter Eisfläche – so sehen wettkampftaugliche Eissportflächen aus. Darmstadt hat eine Eissporthalle. Im Bürgerpark Nord treffen sich Fitnesshungrige, Schulklassen, Cliquen, Sololäufer und verkannte Eislaufgenies unter den wachen Blicken ihrer Eltern. Der Hallenchef legt Wert auf zwei Feststellungen: „Ich kenne jede Eissporthalle in Deutschland“ und „Unsere ist die sauberste Halle von allen.“
Und dabei nicht einmal besonders teurer. Denn es wird viel geboten: Pistenbar, Diskoabende, Kufenschärfen, Schlittschuhverleih und jede Menge interessanter Sondertarife, darunter auch den für Geburtstagskinder: sie kommen kostenlos rein. In der Eissporthalle hat man sogar ein Herz für Angehörige von Betriebssportgruppen. Sie erhalten ebenfalls Ermäßigung.
Die Halle selbst ist unspektakulär und ihre Atmosphäre schon etwas in die Jahre gekommen. Rund 100.000 Besucher pro Jahr stört das nicht. Betrieben wird sie von der Stadt Darmstadt und einem Darmstädter Verein, der die Halle wettkampfsportlich nutzt.
Eissporthalle Darmstadt, Alsfelder Straße 45 (Bürgerpark Nord), 4,50 Euro für Erwachsene, Kinder und Jugendliche 3 Euro. Geöffnet montags bis freitags 9 bis 13 und 14 bis 17 Uhr. Zusätzlich mittwochs 20 bis 23 Uhr, donnerstags 19 bis 21.30 Uhr und freitags 10 bis 23 Uhr. Samstags 9 bis 12, 15.30 bis 19 und 19.30 bis 23 Uhr. Sonntags 10 bis 17 Uhr. Das Öffnungszeitengewirr erklärt sich durch die nicht-öffentliche Vereinsnutzung der Halle. Jeden Freitag zwischen 19 und 23 Uhr: Eislaufdisko (5 Euro). bux  

     

 

 

 

  
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