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Stadionbesuch – ein teurer Spaß, aber es lohnt sich

         

                                                                                    

Er hatte etwas befreiendes, der Torschrei nach dem 1:0 daheim gegen Nürnberg. Zwar war noch immer kein grandioses Spiel zu erleben, aber immerhin hat die Eintracht damit die ersten drei Punkte eingefahren und die rote Laterne gegen einen Platz im Mittelfeld getauscht. Die Saison ist noch jung, es kann noch viel passieren und trotz der obligatorischen Torwart- und Trainerdiskussionen schauen die Fans weiterhin zuversichtlich in die Zukunft. Und rechnen fest mit dem Verbleib ihres Teams im Oberhaus.
Inzwischen haben auch alle Dauerkartenbesitzer ihre Karten bekommen, das anfängliche Chaos regulierte sich ein wenig. Nach wie vor wenig Akzeptanz findet die Pay-Clever-Karte, ohne die es im Stadion nichts Ess- oder Trinkbares gibt. Die Reaktion zahlreicher Fans: Vor dem Spiel ist Selbstversorgung angesagt, während dem Spiel Abstinenz. Aus Protest gegenüber diesem Zahlungssystem und den heftigen Preisen.
Es ist etwas teurer geworden, Fußballfan zu sein. Erste Liga im größten und schönsten Cabrio der Welt zu erleben, hat nun mal seinen Preis. Die günstigste Karte für einen Stehplatz kostet 13 Euro, allerdings nur theoretisch. In der Praxis: Die Stehplätze sind von Dauerkarteninhabern belegt und somit auf Tageskarte nicht zu kriegen. Ob das im 42er-Block irgendwann möglich sein wird, weiß niemand so genau. Deshalb: Wer also nur sporadisch ins Stadion geht, muss sitzen und mindestens 21 Euro berappen. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt, schließlich steht dem Mangel an Stehplätzen ein Überschuss an VIP-Lounges gegenüber. Auch ist es nicht immer möglich, überhaupt an Karten zu kommen. Dauerkartenbesitzer haben Vorkaufsrechte, sie dürfen zwei weitere Karten für sich, beziehungsweise Freunde beanspruchen. Karten für Spitzenspiele, wie gegen Bayern oder Schalke, sind – wenn man sich nicht frühzeitig darum kümmert – oft nur noch viel teuerer bei ebay zu bekommen.
Auch Hunger und Durst haben im Stadion ihren Preis. 3,50 Euro kosten Bier, Äppler und andere Erfrischungsgetränke im 0,5 Liter-Knautschbecher. Die Bratwurst hat der Einfachheit halber denselben Preis. Wer mit dem Auto statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und einen der offiziellen Parkplätze anfährt, darf vier Euro an Parkgebühren hinlegen. Die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit dem Fußballticket hingegen schon bezahlt.
Aber auch wenn es teuerer geworden ist – ein Stadionbesuch lohnt sich. Das riesige Cabrio ist einfach beeindruckend, selbst wenn man mit Fußball nichts am Hut hat. Ebenso die einmalige, emotionsgeladene (aber absolut friedliche) Stimmung im Waldstadion, wofür die Fans bundesweit berühmt sind. Und vielleicht klappt es ja hin und wieder auch mit einem Sieg.

Eintracht als Krimithema

Matula trifft Eintracht Frankfurt: Im August wurde in Frankfurt rund um das Waldstadion eine neue  Folge der erfolgreichen ZDF-Krimireihe „Ein Fall für zwei“ gedreht. Mit dabei sind Trainer Friedhelm Funkel sowie die beiden Eintrachtprofis Arie van Lent und Andree Wiedener. Auch der Vorstandsvorsitzende der Eintracht Frankfurt Fußball AG, Heribert Bruchhagen, wird in der Krimiserie zu sehen sein.
Privatdetektiv Matula (Claus Theo Gärtner) und Anwalt Dr. Lessing (Paul Frielinghaus) müssen in der Folge „Doppelpass“ alles daran setzen, dass Eintracht Frankfurt im Kampf um den Klassenerhalt nicht die besten Trümpfe verliert. Denn das große brasilianische Fußballtalent Roberto Charinho (Leonardo Nigro) soll die Zwillingsschwester seiner Managerin Heike Siewert (Ann-Kathrin Kramer) erschossen haben. Matula recherchiert bei der Eintracht, befragt Trainer, Spieler und den Geschäftsführer und findet weitere mögliche Tatmotive.
Natürlich alles nur Kino, ohne jeglichen Bezug zum realen Geschehen. Gemordet wird bei der Eintracht nicht und Kampf um Klassenerhalt sollte eigentlich auch nicht auf dem Programm stehen. Wann der Krim im TV-Programm zu sehen ist, steht noch nicht genau fest – irgendwann im nächsten Frühjahr.

Oka Nikolov wieder im Tor

Was die Fans anfangs sorgte, freut die Odenwälder! Denn: Nach langer Zeit auf der Bank steht die Nummer eins, der Sandbacher Oka Nikolov zumindest bis Ende des Jahres wieder im Tor der Eintracht. Markus Pröll, der eigentliche Stammtorhüter, hat mit einer wieder aufgebrochenen Kapselverletzung zu kämpfen und fällt für mehrere Wochen aus. Bereits im Pokalspiel und gegen Nürnberg hütete der Odenwälder den Kasten und hielt diesen auch sauber. Er zeigte sich in Bestform, während Markus Pröll bei den ersten beiden Spielen ungewohnte Schwächen offenbarte. Wenn Okas gute Form anhält, darf man jetzt schon auf die Torwart-Diskussionen unter den Fans gespannt sein, wenn Markus Pröll seine Verletzung auskuriert hat und seinen Platz im Tor wieder beansprucht.

 

   

 

  
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