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Brauereigasthof Burkarth in Amorbach
auch vom Gault Millau empfohlen

Bei Brauereigasthof denkt man erst mal an Stammtisch, gutbürgerliche Küche, deftige und reichhaltige Mahlzeiten. Dass ihn im Brauereigasthof Burkarth, mitten auf dem Marktplatz der Barockstadt Amorbach, etwas anderes erwartet, erfährt der aufmerksame Gast schon am Eingang. Neben der Tür prangen die Hauben des Gaultmillau, der dem Gasthof „sehr gute Küche“ bescheinigt – und das über drei Jahre in Folge.

Seit knapp vier Jahren führen Sabrina und Paul Kriegler den Gasthof. Sie lernten sich in der Küche des „Schafhofs“ kennen, sind bei ausgebildete und erfahrene Köche und stehen im Brauereigasthof auch beide am Herd. Paul ist gebürtiger Südafrikaner, was sich auf der Karte mit zahlreichen Spezialitäten seiner Heimat - auch außerhalb der „Südafrikanischen Wochen“ - widerspiegelt. Verwendet werden allerdings einheimische Produkte, ob Kräuter aus Schwiegermutters Garten, frische Waldpilze und Wild aus den umliegenden Wäldern oder Fleisch und Fisch aus der Region.

Gute, frische Produkte, mit Liebe und vor allem sprühender Kreativität frisch zubereitet – das ist Erfolgsrezept der Krieglers. Zum Essen im Brauereigasthof Burkarth sollte man sich Zeit nehmen – die frische Zubereitung erfordert das. Ein Glas Holunderblütensekt als Aperitif, dazu selbstgebackenes Brot mit einer feinen Kräuterbutter verkürzen die Wartezeit und steigern die Vorfreude. Die Karte ist zwar reichhaltig, aber die beiden Köche haben meist noch einen besonderen Tipp in petto. Mit etwas Glück bekommt man so seltene Köstlichkeiten wie Rehleber und –nieren, mit Steinpilzen, karamellisierten Johannisbeeren und einem zarten Kartoffel-Sellerie-Püree serviert.

Die ausgesuchten Weine kommen meist aus dem nahen Bürgstadt, aber natürlich auch aus Südafrika. Die Brauerei Burkarth gibt es nicht mehr, das Bier unter dem Burkarth-Label wird von der Distelhäuser Brauerei gebraut. Reichhaltig ist die Palette an Edelbränden, die ebenfalls aus der Region bezogen werden.

Beim Umbau des alten Gasthofes achteten die Inhaber darauf, dass der Charme des historischen Ambientes erhalten blieb. Das alte Gasthofmobiliar wurde teilweise nachgefertigt und durch antikes Möbel – von Paul oft selbst restauriert – geschmackvoll ergänzt. Der getäfelte Gastraum mit seinen gemütlichen Nischen strahlt behagliche Atmosphäre aus. Der Service ist freundlich und kompetent und die Inhaber stets ansprechbar.

In regelmäßigen Abständen werden auch Menüs angeboten, ob rein kulinarisch zum Thema Bier oder kulinarisch-kulturell mit Goethe-Lesung. Einfach mal nachfragen und in den Postverteiler aufnehmen lassen und die entsprechenden Informationen und Einladungen kommen.

Übrigens: Gourmetküche heißt im Gasthof Burkarth nicht, dass der Gast ein recht übersichtlichen Teller vor sich stehen hat. Er wird auf alle Fälle satt. Was oft bedauerlich ist, denn auch die Dessert-Kreationen des Hauses sind eine (Kalorien-) Sünde wert. (psi)

Brauerei Burkarth, Am Marktplatz 4, Amorbach, Tel. 09373-48 63, Öffnungszeiten: 11-14 Uhr und ab 17 Uhr, montags Ruhetag, www.brauerei-burkarth.de

 

 

     

  
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