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Die Diva auf Erfolgskurs: Eintracht Frankfurt im Pokalfieber

         

 

Berlin, Berlin...

...wir fahren nach Berlin! So lautet derzeit der Lieblingsschlachtruf der Eintrachtfans. So abwegig ist es auch gar nicht, dass die Adlerträger aus der Mainmetropole am 29. April im Olympiastadion im Finale um den deutschen Pokal spielen. Nur noch die Arminia aus Bielefeld muss bezwungen werden, was für das Team, das Schalke mit einem 6:0 aus dem Pokalwettbewerb warf, machbar sein dürfte. Zumal wird dieses Spiel im heimischen Waldstadion stattfindet und die Fans werden ihren Verein lautstark nach vorne puschen.
Das Losglück war den Frankfurtern von Anfang an gewogen, auch bei der letzten Auslosung, als neben Bielefeld noch Bayern München und der Regionalligist FC St. Pauli als Gegner möglich gewesen wären. Nun müssen die Bayern ans Millerntor, wo die Kiez-Buben mit dem Heimvorteil des Regionalligisten schon den Teams aus Burghausen, Bochum, Berlin und Bremen die Pokalträume austrieben. Die Bayern würden hervorragend in diese Serie passen, sie fangen schließlich auch mit B an.
Die Eintracht aus Frankfurt ließ Rot-Weiß Oberhausen (2:1), Schalke (6:0), Nürnberg (5:2) und 1860 München (3:1) hinter sich. Auf wen sie – vorausgesetzt sie schlägt Bielefeld - in Berlin lieber träfe, darüber scheiden sich die Geister. Wenn Bayern der andere Finalist sein wird, steht die Eintracht auch ohne Pokalsieg im europäischen Fußball, da der Meister sowieso in der Champions League spielt. Allerdings: Die bessere Stimmung auf den Rängen und vielleicht auch das unterhaltsamere Spiel wären gegen St. Pauli zu erwarten. Aber ob die Regionalligisten wirklich die leichteren Gegner wären, ist fraglich. Von den Hamburgern ist einfach mehr Herzblut und Kampfgeist zu erwarten – allerdings stellten sie das bislang nur zu Hause unter Beweis.
Aber auch wenn die Bayern es am Millerntor mit dem Ticket nach Berlin schaffen - der Pokal ist der Eintracht eigentlich schon sicher. Denn den holte sie jedes Mal, wenn in Deutschland ein Fußball-Großereignis anstand. Der Pokalsieger hieß SGE, als 1974 die WM in Deutschland über die Bühne ging, ebenso 1988, als die EM hier ausgetragen wurde – und 2006 findet schließlich wieder die WM hierzulande statt. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass es dieses Jahr noch einen Empfang für die siegreich aus Berlin zurück gekehrten Adlerträger im Frankfurter Römer, verbunden mit einer Riesenparty auf dem Römerberg und anschließend in Sachsenhausen, geben wird.

Der Pott kommt für immer nach Hause...

...dank der FuFa, dem größten organisierten „Fanclub“ der Diva vom Main

Berlin, Olympiastadion am 28.Mai 1988: In der 81. Minute schlenzt Mittelfeld-Regisseur Lajos Detari einen Freistoß in den Winkel des Bochumer Tores und versetzt die fast 20.000 (!) mitgereisten Eintracht-Fans in einen Freudentaumel. Dieses Tor bedeutet den Gewinn des DFB-Pokals – dem bislang letzten großen Titel der Eintracht; ausgerechnet an dem Ort, an dem 1959 auch die bislang einzige Deutsche Meisterschaft zu bejubeln war. Der DFB-Pokalsieg von 1988 war der vierte insgesamt – nur ein Verein (wer wohl?) konnte bis dahin mehr DFB-Pokalsiege vorweisen.
Zum Anlass des 25jährigen Jubiläums des DFB-Pokalsieges von 1981 am 2. Mai dieses Jahr soll nun nach den Aktionen „Eintrachtfans holen Meisterschale zurück“ und „Eintrachtfans holen UEFA-Cup zurück“ ein originalgetreues Duplikat der noch fehlenden Trophäe des DFB-Pokales für die Vitrinen am Riederwald angefertigt werden und die Pokalsammlung der Eintracht für ein geplantes Eintracht-Museum komplettieren. Stellvertretend für alle vier DFB-Pokalsiege von 1974,1975, 1981 und 1988 soll der Pokal dann bei einer feierlichen Gala allen Spielern, die an diesen vier DFB-Pokalsiegen beteiligt waren symbolisch nochmals übergeben werden. Die Initiative ergriffen erneut die Fan- und Förderabteilung von Eintracht Frankfurt und das Vereinsarchiv, nachdem die Aktionen für die Meisterschale und UEFA-Cup in den vergangenen Jahren überwältigende Erfolge mit insgesamt über 500 Teilnehmern waren. Ermöglicht werden soll dies erneut durch Spenden von Fans, Fanclubs und Freunden der Eintracht, die sich mit Spenden ab 50 Euro an der Aktion beteiligen können. Natürlich erhalten die beteiligten Spender auch wieder eine persönliche Urkunde, eine Erwähnung auf einer speziell angefertigten Gravurplatte und als Höhepunkt eine Einladung zur Gala mit den Spielern. Interessenten können noch über die Website der Fanabteilung und das Eintracht-Museum ihren „Pokalanteil“ bestellen oder über den Eintracht-Shop an der Bethmannstraße und den Fan-Store am Riederwald direkt erwerben.
Im Waldstadion wird nach der WM ein Eintracht-Museum entstehen, dessen Planung und Konzeption derzeit in einer „Arbeitsgruppe Museum“ vorangetrieben wird. Der Arbeitsgruppe gehören Vertreter von Eintracht Frankfurt (Fanabteilung, Vereinsarchiv), Eintracht Frankfurt Fussball AG und Stadionbetreiber FSM (HSG/Sportfive) an.
Die Fan- und Förderabteilung (FuFa) ist mit knapp 4000 Mitgliedern nicht nur gewissermaßen der größte „Fanclub“ der Diva vom Main, sondern auch mit Abstand die größte Abteilung im Gesamtverein Eintracht Frankfurt. Gegründet wurde sie im Dezember 2000. Durchsetzung von Faninteressen und die Förderung des Gesamtvereins sind Arbeitsschwerpunkte dieser Abteilung. Großer Beliebtheit erfreuen sich die von der FuFa organistisierten Auswärtsfahrten, ob mit dem Bus, mit Sonderzügen, dem ICE oder – die absoluten Highlights – mit dem Schiff nach Mainz. Auch ganz großes Kino stand schon auf dem Programm der Fufa, im wahrsten Sinne des Wortes: Sie organisierte verschiedene Kinoevents, natürlich zum Thema Fußball. Renner bei den Fans sind immer wieder die von der Fanabteilung veranstalteten Fanclubturniere und weitere Freizeitevents. Aber auch um soziale Belange kümmert sich die Abteilung, ob es um sozialverträgliche Preise im Stadion oder bei den Mitgliedsbeiträgen geht  - oder um Hilfe bei ungerechtfertigt ausgesprochenen Stadionverboten.
Die Fanarbeit und die Anliegen der Fans stehen absolut im Vordergrund. So wurden zum Beispiel die Diskussionsveranstaltungen zur „Pyro-Problematik“ und zum Thema Fan-Kultur zusammen mit anderen Vertretern veranstaltet. Hierbei diskutierten Fans mit Vertretern von Polizei, DFL, DFB, Eintracht Frankfurt Fußball AG, Fanprojekt Frankfurt, Fanbeauftragte und Fanabteilung und versuchen Lösungen für die Zukunft zu finden. Unversöhnlich zeigte sich die FuFa allerdings nach den Polizei-Einsätzen vom 22. Mai 2005, als sich die Polizei erst im Stadion und anschließend in Alt-Sachsenhausen von ihrer hässlichen Seite zeigte, und forderte in einem offenen Brief an den Frankfurter Polizeipräsidenten den Rücktritt des zuständigen Einsatzleiters.
Nicht zuletzt aus diesen schlechten Erfahrungen heraus hat die Fanabteilung Kontakt zu anderen im Verein organisierten Fans aufgenommen. Im Dialog steht die FuFa bisher mit Vertretern des HSV-Supporters Club, Fanabteilung Borussia Dortmund, Fanabteilung Arminia Bielefeld, Fanprojekte Mönchengladbach und Köln. Es wird angestrebt, die Kräfte zu bündeln und gemeinsam gegen aktuell vorliegende Missstände, wie zum Beispiel fortschreitende Kommerzialisierung und polizeiliche Repression vorzugehen.
Die Mitgliedschaft in der Fufa kostet vier Euro pro Monat, ermäßigt zwei Euro. Neben zahlreichen Vergünstigungen bei Veranstaltungen der Abteilung haben Mitglieder auch Anrecht auf ermäßigten Bezug von Dauerkarten.
Eintracht Frankfurt e.V., Fan- und Förderabteilung, Gustav-Behringer-Str. 10, Frankfurt, Tel. 069 420970 53, Fax: 069 420970 43, www.fanabteilung.de, info@fanabteilung.de

 

 

 

 

 

 

 

   

 

  
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