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Nachgefragt bei... M ichael herl

Die Welt hört Ihnen zehn Sekunden lang zu. Wirklich die ganze Welt. Sprachprobleme gibt es keine. Was sagen Sie?

Ich würde acht Sekunden lang bedeutungsvoll gucken, dann meine Stimme erheben und gewichtig sagen: “Ach Kinners…”

Das Wichtigste, das mir meine Eltern. mit auf meinen Lebensweg gegeben haben, ist...

Sauf Dich net mehr wie voll (Eine alte Pfälzer Weisheit von immerwährender Gültigkeit).

Womit machen Sie sich selbst eine Freude?

Wenn ich mich in Ruhe lasse.

Ein unerfüllter Lebenstraum?

Mit dem FK Pirmasens als linker Verteidiger in die Bundesliga.

In Deutschland wird zu viel...

...gevögelt. 80 Millionen sind genug.

In Deutschland wird zu wenig...

...gevögelt. Man muß halt aufpassen.

Ihre Helden der Gegenwart?

Winzer mit Hirn.

Ein Tag, den Sie gerne noch einmal erleben möchten?

Als ich in der Pfalz alt genug war, zum ersten Mal Worschtsupp essen zu dürfen.

Was macht Sie sprachlos?

Ich mich manchmal. Wie kann einer nur so viel dummes Zeug schwätzen!

Welchen Prominenten (tot oder noch lebend) würden Sie gerne kennen lernen?

Mich. Mal richtig. Aber man kommt ja zu nix.

Was ist die wichtigste technische Erfindung für Sie?

Die Espressomaschine und die Citroen DS.

Und was die unnützeste technische Erfindung?

Das Handy und alle Autos außer der Citroen DS.

Ihre bisher größte Lebensleistung?

Kein Handy zu besitzen und eine DS.

Politik ist für mich...

Sofern es sich um eine Demokratie wie z.B. bei uns handelt, ein Luxusgut, dessen Wert viele gar nicht begreifen – z.B. diese Hornochsen von Nichtwählern.

Kanzler für einen Tag. Was ändern Sie?

Handys, Hunde und Schnellimbisse abschaffen und alle Autos außer…(Sie wissen schon).

Auf welche Person würden Sie gerne den Nachruf verfassen?

Roland Koch. Und zwar sofort.

Wann haben Sie zuletzt geweint und weshalb?

Anfang Januar, als bei bei meinem Winzer der Dornfelder Jahrgang 2003 vergriffen war.

In welcher Zeit würden Sie gerne leben?

Im Jahre 2003. Da war es schön warm, und die Menschen lebten in halber Geschwindigkeit. Zudem wuchs da ein feiner Dornfelder.

Ihr liebstes Spielzeug im Alltag?

Popel. Aber nur meiner.

Wonach sind Sie süchtig?

Dornfelder Jahrgang 2003.

Ihre größte Stärke?

Kork schmecken.

Ihre größte Schwäche?

Blutwurst ohne Grieben.

Was wird an Ihnen unterschätzt?

Meine Schnelligkeit auf den ersten acht Metern.

Der größte Irrtum der Menschheit ist...

Die These, daß Fisch nicht mit Bier geht.

Ihre Vorstellung vom Glück?

Abends in der Feinkostabteilung des KaDeWe eingeschlossen werden.

Michi Herl ist Journalist, schreibt aber seit einigen jahren fast nur noch politisch ambitionierte Theatersatiren und ist Chef des talburg Theaters im Frankfurter Nordend.

 

 

     

 

  
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