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Das kreative Miteinander im Mittelpunkt

Von traumhafte Wohnlandschaften, Massai-Kriegern und Gartenwächtern

Werkstatt klingt nach Arbeit, erst recht, wenn sich diese in einem Handwerkerhof befindet. Aber diese Werkstatt ist anders. Gearbeitet wird hier zwar auch und gar nicht wenig, aber es herrscht eine kreativ-prickelnde Atmosphäre und reichlich Spaß an der Arbeit. Die Rede ist von der Werkstatt im Erbacher Handwerkerhof, der Werkstatt und Peter Löffler und Kerstin Kutschbach-Löffler. Sie ist Bildhauerin, er baut Lehmöfen, genauer gesagt Wohnlandschaften aus Lehm.
Ihre Werkstatt betreiben sie seit 1997. Den Brennofen benutzen sie beide, sie für ihre Skulpturen, er für Kacheln, Fliesen und andere Keramikteile der Wohnlandschaften. Angeschlossen ist der Werkstatt die Galerie „Lehm und Feuer“. Diese ist nicht nur ein Ausstellungsraum, vielmehr ein Treffpunkt für Künstler und Kunsthandwerker aus den unterschiedlichsten Bereichen. Das kreative Miteinander ist den beiden Inhabern wichtig, der Austausch unter den Kunstschaffenden, die gegenseitige Inspiration und der gemeinsame Spaß an der Arbeit.
Arbeit muss Spaß machen – diese Grundeinstellung verbindet auch das Ehepaar Löffler und darauf haben sie lange hingearbeitet. Er ist gebürtiger Erbacher, Jahrgang 1962, und absolvierte von 1979 bis 81 seine Keramikerausbildung in Krösselbach bei Eberbach. Diese Berufswahl lag nahe, denn die heutige Werkstatt war früher die Töpferei seiner Eltern. Aber dabei blieb es nicht. Ein Studienaufenthalt am Chiemsee prägte ihn, insbesondere der Bildhauer und Ofenbauer Erno Wiedenmann. Öfen und Wohnlandschaften wollte er bauen. Und das tat er. Traumhafte Wohnlandschaften entstanden. Anfangs experimentierte er mit unterschiedlichen Materialien. Inzwischen hat es sich diesbezüglich festgelegt: Seit 1999 ist ausschließlich Lehm sein Werkstoff.
Ein Ofensetzer ist Peter Löffler allerdings nicht. Zwar versteht er auch viel von der Technik der Öfen, dennoch kooperiert er seit 1994 mit einem Fachbetrieb, schon aus Gründen der Sicherheit. Peter Löfflers Metier ist das Gestalterische, die Formgebung der Öfen und Wohnlandschaften ist seine Kunst. Diese interessierte auch schon das Fernsehen, der HR brachte bereits zwei Porträts dieses kreativen Ofenbauers. Und er baut nicht nur Öfen, auch einige große Skulpturen entstanden schon unter seinen Händen. Ein Hobby hat er nebenbei auch noch und das betreibt er ebenfalls intensiv und leidenschaftlich: Er ist Mitglied der Trommelgruppe Bingoma. „Lehm, Feuer und Rhythmus – das passt einfach zusammen“, erklärt er.
Kerstin Kutschbach-Löffler ist gebürtige Frankfurterin, Jahrgang 1959. Nach dem Besuch der Freien Waldorfschule ging sie für eineinhalb Jahre nach Groß-Britannien. 1980 schloss sie im Odenwald ihre Ausbildung zur Holzbildhauerin ab. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Holz, Keramik und Bronze, erst einige Zeit an der Nordsee, dann im Odenwald. Dort stellte sie auch schon mehrmals aus, ebenso in Frankfurt, Darmstadt, Mainz und Büdingen.
Gewandelt haben sich im Lauf der Jahre ihre Werkstoffe und Arbeiten. Am Anfang dominierten die dicken Frauen aus Bronze, weiche, runde Figuren. Später kam die Faszination Afrika, schlanke, elegante Massai-Krieger aus Keramik. Bei der Keramik blieb es: Ihre neueste Serie sind vielfach gezackte und geritzte Figuren, bis 1,80 Meter groß, wetterfest gebrannt und bemalt. Als „Wächter der Gärten“ spiegeln sie pure Lebensfreude wider.

Werkstatt und Galerie „Lehm und Feuer“, Kerstin Kutschbach-Löffler und Peter Löffler, Erbach, Am Schlossgraben 14 a, Tel. 06062 3657, Büro: 06062 912150, www.lehmundfeuer.de

     

 

  
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