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Kulturtipps Bis Ende August 2006

         

 

THEATER RAINER BAUER & FREIE SZENE DARMSTADT - 1. DARMSTÄDTER THEATER-CUP

Parallel zur Fußball-WM 2006 wird in Theater Moller Haus vom 16. Juni bis 7. Juli der 1. Darmstädter Theater-Cup ausgetragen. Die Meisterschaft ist ein Projekt von Theater Rainer Bauer in Zusammenarbeit mit der Freien Szene Darmstadt. Acht Mannschaften messen sich im Improvisationstheater: Bemoved, die Stromer, die Zumutung, HoffArt-Theater, Theaterlabor, Theater Lakritz, Theater Profisorium, Theater Transit. Jeweils zwei Teams treten gegeneinander an. Das Publikum entscheidet nicht nur was gespielt wird, sondern vergibt auch die Wertungspunkte. Sieger ist die Mannschaft mit den meisten Zählern. Am Ende des Wettbewerbs, nach dem Halbfinale am 28. Juni und dem Finale am 7. Juli steht der Meister der freien Szene Darmstadt fest.
Halbfinale: Mittwoch, 28. Juni; Finale: Freitag, 7. Juli, Darmstadt, Theater Mollerhaus, jeweils 20.30 Uhr. Weitere Informationen: www.theater-cup.de

ERSTES ALLGEMEINES BABENHÄUSER PFARRER(!)-KABARETT - AUCH JÜNGER WERDEN ÄLTER

Ab einem gewissen Alter spricht man nicht mehr von der Midlife-Crisis, sondern man fängt an, sie zu nummerieren. Für die Jüngsten in der Familie zählt man noch zu den Augenzeugen des Sauriersterbens, also kurz vor Einführung des Farbfernsehers. Ob das mit den Erzählungen von den Kämpfen um die Startbahn West oder gegen die Stationierung von Cruise Missiles und Pershing 2 zu tun hat? Fest steht allerdings: Es gibt eine Reihe von Krankheiten, deren Inkubationszeit ab einem gewissen Alter nicht mehr schrecken kann! Und das ist auch gut so!
In ihrem fünften Programm (entstanden während der dritten Midlife-Crisis) berichten die beiden Pfarrer über den Spaß, den man haben kann, wenn man nicht mehr alles mitmacht und erklären, warum „Schöner Sterben“ ein Wettbewerbsvorteil im Kampf um Anteile auf dem Markt der religiösen Möglichkeiten sein kann. Außerdem schlagen sie sich wieder mal mit der Geschlechterfrage herum und scheitern auch an anderen Problemen, zum Beispiel an der Frage, warum sich die Frauenhilfe von Mutter Teresa ab- und sich stattdessen Tina Turner zugewandt hat. Die „Innenansichten von Mutter Kirche“ und der „ganz normale Wahnsinn des alltäglichen Herumlebens“ werfen viele Fragen auf. Die beiden Kabarettisten beantworten keine richtig, tun das aber mit bestechender Konsequenz.
Samstag, 7. Juli, Reichelsheim, Michaeliskirche, 20 Uhr. Info: Tel. 06164 5152720

Menschen, Tiere, Traditionen und Kultur - Beerfelder Pferdemarkt

Hier trifft die Tradition aufs Moderne, das Brauchtum auf die Kunst, das Stadtkind auf die lebendige Kuh – und das Ganze ist umrahmt von einem Volksfest. Seit 106 Jahren lädt am zweiten Wochenende im Juli –in diesem Jahr vom 7.bis 10. Juli – die Stadt Beerfelden zum traditionellen Beerfelder Pferde-, Fohlen- und Zuchtviehmarkt statt.
Das besondere dieses Marktes ist die einmalige Kombination von Fahr- und Verkaufsgeschäften, dem Reit- und Springturnier, dem außergewöhnlichen Kleinkunstzelt sowie dem montags stattfindenden Viehmarkt. Bei keinem anderen Volksfest in Südhessen hat sich das traditionelle Gepräge ländlicher Ereignisse so authentisch erhalten wie beim Beerfelder Pferdemarkt.
Der Vergnügungspark mit Fahrgeschäften und Verkaufsständen lädt von Freitag (7.) bis einschließlich Montag (10.) die Besucher zum Verweilen und Feiern ein. Bereits am ersten Tagen locken die Fahrgeschäfte mit familienfreundlichen Preisen. Abends kommen Partyfreaks bei der  HR4-Club-Tanzparty moderiert von Heinz Günter Heygen auf ihre Kosten. Das zum Marktjubiläum im Jahre 2000 erstmals geöffnete Kleinkunstzelt ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Festes. In dem Zelt am „Alten Bauhof“ findet der Besucher Veranstaltungen aus den Bereichen Kabarett, Comedy und Musik, die er so auf einem Volksfest nicht erwarten würde.
Ein besonderer Höhepunkt des Marktes ist das große Reit- und Springturnier in der reizvoll gelegenen Reitanlage. Pferdefreunde erwartet ein Turnier mit hoch qualifiziertem Teilnehmerkreis, das überaus spannende und anspruchsvolle Wettkämpfe verspricht. Gemeldet sind auch in diesem Jahr wieder Reiter aus Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern für Springprüfungen bis hin zur Klasse S.
Der Pferdemarktmontag ist weit über die Grenzen des Odenwaldes hinaus bekannt und beliebt. An diesem Tag findet die größte und vielseitigste Zuchtviehschau Hessens statt. Hier stellen Züchter aus dem südhessischen und aus dem nordbadischen Bereich ihre Kühe, Pferde, Ponys, Schafe und Ziegen einem Richterkollegium vor, das die Zuchterfolge bewertet und prämiiert. Auch in diesem Jahr werden wieder rund 450 Tiere aufgetrieben. Bei den Zuschauern und besonders bei den Familien mit Kindern ist es die Nähe zu den Tieren, die diese Tierschau so beliebt macht. Die Veranstaltung ist ein Schaufenster der Odenwälder Viehzucht und wird dem aufgeschlossenen Landwirt Anregungen bieten. Aber auch die Verbraucher erhalten hier umfassende Informationen. Insbesondere über landwirtschaftliche Produkte aus der Region, wie zum Beispiel die Spezialitäten aus der Hüttenthaler Molkerei. Der Auftrieb findet am Montag, 10. Juli, in der Zeit von 8.30 Uhr und 12.30 Uhr statt. Beendet wird der Markt gegen 22.30 Uhr mit einem imposanten Feuerwerk, das die Gäste bis zum nächsten Jahr verabschiedet.
Wer sich das Festtreiben und die wundervolle Umgebung von oben anschauen möchte, hat in diesem Jahr die Gelegenheit einen Hubschrauberrundflug zu buchen. Der Start- und Landeplatz ist in unmittelbarer Nähe des Marktgeländes. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.beerfelden.de.
Kulturgenuß im Kleinkunstzelt - Freitag, 7. Juli: 20.30 Uhr - Bingoma – afrikanische Trommelrhytmen, 22.30 Uhr - De Paul & Co. – Urhessischer Blues; Samstag, 8. Juli: 15.00 Uhr - Zauberclown Arturo, 20.30 Uhr - Frank Fischer – Vormforderschinken -  Kabarett-Comedy, 22.30 Uhr - Flat Iron Liners: Country unplugged; Sonntag, 9. Juli: 15.00 Uhr - Ernst Weiss & Iris Lohnes –  Couplets und Chansons, 20.00 Uhr - WOMEN ONLY: Die Gerhard-Karaoke-Show; Montag, 10. Juli: 22.00 Uhr - Garden of Delight - traditioneller Irish Folk – unplugged; Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei!

GERHARD POLT - KABARETT

Der vielfach ausgezeichnete Münchener Gerhard Polt zählt zweifellos zu den bekanntesten und erfolgreichsten Kabarettisten im deutschen Kulturraum. Mit spröder Gelassenheit trägt er seine präzisen Beobachtungen aus dem bayerischen Unterholz des Banalen vor und demaskiert mit messerscharfem Humor bierschwangere Stammtischreden und bürgerliche Lebensweisen. Kaum auszuhalten ist es, wenn Gerhard Polt in der ihm eigenen kabarettistischen Manier auf den Kern seiner Stücke zusteuert: die Haare beginnen sich zu sträuben, in der Magengegend rumort es, man rutscht unruhig auf dem Stuhl hin und her - und dann hat er uns erwischt in unserem Spießertum, unserem alltäglichen Kleingeist. Das Metier beherrscht Polt wie kein zweiter. Je mehr er schwadroniert, desto genauer trifft er ins Schwarze.
Freitag, 14. Juli, Freilichtbühne Seeheim-Jugenheim (Schuldorf Bergstrasse), 20.30 Uhr

KLAPP-THEATER - BOULEVARD OF BROKEN STARS - FIGUREN-MUSIK-KABARETT FÜR ERWACHSENE

Virtuoses Marionettenspiel, mitreißende und feinfühlige Musik, poetisches Varieté, Kabarett und skurriler Witz vermischen sich zu einer neuen Theaterform, die in ihrer Art einmalig ist. Eingebettet in eine witzige Conférence zwischen Mensch und Puppe werden Charaktere zum Leben erweckt, Short-Stories der „broken Stars“, die in der Kombination von Figur, Dialog, Musik und Fantasie dem Zuschauer ganze Welten eröffnen.
Eine musikalische Reise von Rock´n Roll bis Flamenco von Blues bis Tango glänzend gespielt mit Gitarre, Gesang, Panflöte, Harp und mit einer einmaligen Stimme dargeboten. Die selbstgebauten Marionetten sind wahre Kunstwerke, die die erstaunlichsten Fähigkeiten besitzen: Rollschuhfahren, Steppen, Jonglieren, Einradfahren, Schlagzeugspielen können...
Freitag, 14. Juli, Biebesheim, Hof des Faselstalls, 21 Uhr. Infos: Tel. 06258 80615

BIERMÖSL BLOSN – BAYRISCHES MUSIK-KABARETT

Die Biermösl Blosn erobern Sympathien, und das auch fernab ihrer Heimat, dem „Weißwurst- und Weizenbierlandes“, in dem die drei musikalischen Rebellen seit über einem Vierteljahrhundert große Erfolge feiern. Seit 1976 präsentieren die Well-Brüder als Biermösl Blosn bayerische Folklore und Dialekt auf eine besondere subversive Art: Sie verbinden ursprünglich-bayerische Volksmusik mit bissigen, satirisch-politischen Texten. 1982 lernten sie Gerhard Polt kennen, mit dem sie seitdem eng zusammen arbeiten. Kaum etwas ist den drei Wel-Brüdern heilig, bevorzugte Themen sind die Politik und die Kirche, die Unzulänglichkeiten des Dorflebens, aber auch die Qualität außerbayerischen Bieres. Jeder, ob Bayer oder nicht, sollte wenigstens ein Mal in seinem Leben die Biermösl Blosn live erleben - und darf  sich dann über ein grandioses Feuerwerk bayerischen Humors freuen.
Freitag 14. Juli, Bad König, Freilichtbühne, 20 Uhr

Mach 3! - Die besten Kabarett-Newcomer im Dreierpack

Mathias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber als Erstes Deutsches Zwangsensemble - unkonventionell, quergescheit, treffsicher, frech, aktuell und schreiend komisch. Jeder einzelne für sich ist eine kabarettistische Offenbarung, als Trio sind einfach unschlagbar. Alle drei zählen zum viel versprechenden Nachwuchs der deutschen Kabarettszene und jeder einzelne von ihnen überzeugte bereits mit starken Soloprogrammen. Die Rede ist von dem Philipp Weber, Claus von Wagner und Matthias Tretter – zusammen das „Erste Deutsche Zwangsensemble“. Mit diesen Dreien hat der Kampf um das junge Kabarett begonnen, denn sie schlossen sich zu einer Kabarett Task Force zusammen. Sie haben die Nachwuchsdampfplauderer auf deutschen Bühnen satt und nehmen ihnen die Spielzeiten weg. Sie machen Hardcore-Kabarett. Sie sind Mach3!
Eie junge Generation, der unterstellt wird, sie sei politikverdrossen und desinteressiert, befindet sich auf der Suche nach der eigenen Identität. Und Mach3! ist mittendrin - im Kampf um Weltpolitik, Kultur, eigene Biographie oder Zwischenmenschliches. Zynisch in ihrem Blick auf die Welt, kompromisslos in der Wahl ihrer Mittel und einsam im Kampf um das Wahre.
Drei junge, mehrfach preisgekrönte Kabarettisten, üblicherweise solo unterwegs, starten durch. Drei Programme - komprimiert und neu kombiniert. Hier wird analysiert, kritisiert und immer wieder neu definiert: „Zu uns kommen Menschen, um sich sagen zu lassen, wie die Wirklichkeit sein sollte - minus dem, wie sie wirklich ist und über die Differenz, da lachen sie dann...manchmal.“
Ob politisch oder sozial, auf den Punkt oder genial daneben, Mathias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber verbinden als Erstes deutsches Zwangsensemble ihre Stärken, streifen brisante Themen und zeichnen Bilder einer Generation aus verschiedenen Blickwinkeln - unkonventionell, quergescheit, treffsicher, frech, aktuell und schreiend komisch.
Offen Luft im Günthersburgpark: Claus von Wagner, Im Feld, 17. Juli; Mathias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber als Erstes Deutsches Zwangsensemble, Mach3!, 27. Juli, jeweils 20 Uhr; Info: www.stalburg.de

GÖTZ ALSMANN & BAND – KUSS - Jazzschlager

Nach seinem letzten Erfolgsprogramm „Tabu!“ mit weit über 200 Konzerten im deutschen Sprachraum (nebst dazugehörendem Album, das mit dem Echo für die „Beste Internationale Jazzproduktion des Jahres“ ausgezeichnet wurde) machen sich Götz Alsmann und seine Band erneut auf die Reise in das Land des exotischsten aller musikalischen Gewächse, des Jazzschlagers.
„KUSS“ – wie anders könnte Götz Alsmanns neue musikalisch-rhetorische Songrevue heißen - haben er und seine musikalischen Wegbegleiter doch längst ihre Kernkompetenz auf diesem hochsensiblen zwischenmenschlichen Gebiet unter Beweis stellen können. Einige der schönsten Lieder über das Küssen bilden den Rahmen für eine einzigartige Kollektion von Humoresken und Balladen zu den Licht- wie Schattenseiten des menschlichen Empfindungsreichtums.
Auf seiner Suche nach ungehobenen Schätzen des deutschsprachigen Jazzschlagers hat sich Götz Alsmann diesmal in Bereiche vorgewagt, die anderen Interpreten auf ewig verschlossen bleiben. Die Musikgeschichte wird mit geschürzten Lippen bis zu jenem Zeitpunkt zurückverfolgt, als Schlager und Jazz noch keine Gegensätze waren und ab da von der Götz Alsmann Band komplett neu erfunden.
Samstag, 29. Juli, Offenbach, Capitol, 20 Uhr. Tickethotline: 06102 77665

Aus Michelstadt wird wieder Krähwinkel - Theatersommer mit den Deutschen Kleinbürgern und Robin Hood im historischen Kellereihof

Allein die Beschreibung des Bühnenbildes regte das Ensemble um den Odenwälder Theatermacher Alexander Kaffenberger an, sich diesem historischen Lustspiel um Klatsch und Tratsch, die Rangelei um Posten und Pöstchen und vielerlei Titel zu widmen: „Zeit um 1800 - das Stück spielt in „Krähwinkel“, einer deutschen Kleinstadt. Im Hintergrund die Ansicht der Stadt mit Kirchturm, rechts und links je eine Häuserfront und in der Mitte das Haus vom Bürgermeister. Drei Fenster oben, eins unten und eine Tür (alles bespielbar).Davor ein kleiner Garten mit Tischen und Stühlen und eine Straßenlaterne.“
Damit könnte glatt der Michelstädter Kellereihof beschrieben worden sein, der Spielort des Michelstädter Theatersommers. Dieses historische Ambiente wurde in den vergangenen Jahren mit „Parzival“ und „Geschichten aus dem Wiener Wald“ belebt. Dieses Jahr bieten die Akteure den oftmals weit anreisenden Zuschauern die spritzige Komödie „Die deutschen Kleinstädter“ von August von Kotzebue, in der es ans „Eingemachte“ der kleinbürgerlichen Gesellschaft geht: Sabine soll als Tochter des Bürgermeisters Niklas Staar standesgemäß vermählt werden und zwar mit dem Bau-, Berg- und Wege Inspektorsubtitut und Feierabendpoeten Sperlin. Doch Sabine ist gerade von einem längeren Aufenthalt in der Residenzstadt zurückgekehrt und trägt seitdem immer das Bild Karl Olmers am Herzen.
Als vor der Stadt ein fremder, feiner Herr mit einem hochoffiziellen Schreiben auftaucht, geraten alle Ratsherren, Tanten und Gemeindediener in große Aufruhr. Die Zahl der Titel, Posten und Ämter, der jeweiligen Verwandschafts- und Besitzverhältnisse werden herrlich überspitzt zur Schau gestellt. Im Zuge von Klatsch und Tratsch hält man den Gast am Ende sogar für den König und gibt ihm einen entsprechenden Empfang. Sabine erkennt in dem Fremden ihren heiß begehrten Karl wieder. Dieser, in Hoffnung am Ende um Sabines Hand anhalten zu können, dirigiert bald das kleinbürgerliche Verwirrspiel um Posten, Ämter und Titel...
Als zweite große Eigeninszenierung des Vereins „Theaterkarren“ zum Michelstädter Theatersommers ist ein Stück für die ganze Familie an fünf Nachmittagen zu erleben zu erleben: Robin Hood, in einer Inszenierung von Dirk Daniel Zucht.
Michelstädter Theatersommer, vom 29. Juli bis 13. August: Die deutschen Kleinstädter, Samstag, 29 Juli, Sonntag, 30. Juli, Donnerstag, 3. und 10., Freitag, 4. und 11. sowie Sonntag, 5. und 12. August, jeweils 20.30 Uh, Robin Hood, Samstag, 5. und Sonntag, 6. Augut sowie Donnerstag, 10., Freitag, 11. und Samstag, 12. August, jeweils 16 Uhr. Im Rahmenprogramm ist von Montag, 7. bis Mittwoch, 9. August jeweils um 21 Uhr im Open-Air-Kino der in den Fünfzigern in Michelstadt gedrehte Film „Kolumbus entdeckt Krähwinkel“ zu sehen. Infos: www.theatersommer-michelstadt.de

RAJATON - A-CAPPELLA-KULT AUS FINNLAND

Der Name ist Programm: „Rajaton“ (finnisch) heißt „unbeschränkt, grenzenlos“ - entsprechend breit gefächert ist die musikalische Bandbreite des a-Cappella-Sextetts: Jazz, Pop, finnischen Volksweisen, sakaraler Musik und eigenen Kompositionen. Das 1997 gegründete Ensemble hat mit dem eleganten, melodiebetonten „Rajaton-Sound“ und einer erfrischend unprätentiösen Bühnenpräsenz markant eine neue Marke in der Szene gesetzt. In Skandinavien genießen sie mit über 100.000 verkauften Alben Kultstatus und sind feste Größen in den Charts. Ebenso begeistern sie das Publikum über ihre nordische Heimat hinaus in ganz Europa, USA, Kanada, Japan oder Taiwan.
Sonntag, 30. Juli, Bensheim-Auerbach, Staatspark Fürstenlager, 19 Uhr

CABARET PARIS – TINGELTANGEL UND QUERBÖSE

„Reinspaziert, nur hereinspaziert ins Tingeltangel!“ heißt es, wenn Cabaret Paris in Groß-Zimmern sein alljährliches, sommerliches Gastspiel gibt und dabei gleich die Premiere eines neuen Kleinkunstprogramms mit dem schwungvollen Titel „Im Tingeltangel tut sich was“ feiert. Versprochen werden neben Tingel und Tangel, Zores, Mores, Ernst und Kokolores natürlich wie immer freche Chansons unterschiedlichster Couleur und satirische Texte von so illustren Schreiberlingen wie Fritz Grasshoff, Wilhelm Busch oder Walter Mehring. Alles in allem ein spritziger Abend, der ganz in der Tradition des Tingeltangels steht, das, zwischen Schweinebraten und mehr oder weniger exzessivem Alkoholgenuß dazu angetan war, den Zuschauer zu unterhalten und von seinen Alltagssorgen abzulenken.
Eine ganz andere Seite von Cabaret Paris ist einen Monat später zu erleben, mit Ausschnitten aus dem Programm „Querböse“. „Wer quer denkt, kann auch ganz schön quer böse werden“, stellten die Drei nach einem ihrer 'politischen' Auftritte fest, denn unterschiedliche Zuschauer hörten aus den dargebrachten Liedern, ganz nach persönlicher 'Betroffenheit', mitunter sehr Unterschiedliches heraus. So entstand „Querböse“, eine Zusammenstellung von Liedern und Texten bekannter Querdenker wie Brecht, Tucholsky, Mühsam, Kreisler und anderen. In diesen Texten und Liedern geht es um Krieg und Frieden, um Arbeit und Arbeiter, um Fremdenhass und Eigenliebe... und letztendlich um das, was sich jeder einzelne dabei denkt.
Tingeltangel-Premiere: Samstag, 29. Juli, Groß-Zimmern, Glöckelchen, 20 Uhr. (Info: info@gloeckelchen.de).
Querböse: Samstag, 26. August, Fränkisch-Crumbach, Hof Maser, Rodensteiner Straße, genaue Anfangszeit bitte der Tagespresse entnehmen, Eintritt ist frei.

THEATER TRANSIT - MURX IHN DEN EUROPÄER!

Ein patriotischer Abend, nach Christoph Marthaler, frech, gemein, böse, clownesk und wunderbar tragisch komisch. Regie führt Ann Dargies, die Schauspieler sind Absolventen der Bühnenclownausbildung der Schule für Ensembletheater.
„Murx ihn den Europäer“ das ist herber Alltagsklamauk – für lausige Musikanten und talentierte Selbstdarsteller; ist Slapstick, Konfusion, Obsession, aber auch Zeitverlorenheit, Traurigkeit und Melancholie – und es ist einfach wunderschön. Hier wird mit ungewöhnlichen Waffen gekämpft. Menschen sind austauschbar. Alles ist am Ende. Da sitzen welche, die werden nicht mehr gebraucht. Hinfallen ist keine Schande, aber liegen bleiben.
Donnerstag, 3. (Premiere), Freitag, 4. und Samstag, 5. August, Darmstadt, Theater Mollerhaus, jeweils 20.30 Uhr.

KNUT KIESEWETTER & JAZZ AGAIN

Knut Kiesewetter studierte in Lübeck und Hamburg klassische Posaune und setzte als Gesangssolist der Gruppe „Die Tramps“ mit seiner zweiten Single (Am Missouri) einen großen Hit. Im Hamburger „Indra“ teilten er und seine Jazzband sich die Bühne mit den Beatles. Kiesewetter war der einzige deutsche Sänger, der auf dem legendären Label „Star Club Records“ erschien.
Er hielt wenig von strikter Trennung der Stilrichtungen, sondern spielte und sang alles, was ihm gefiel. So unter anderem mit Chris Barber oder Albert Mangelsdorff, ließ sich am Piano von Horst Jankowsky oder Paul Kuhn begleiten, spielte mit Bands wie der Barrelhouse-Jazzband, der Big-Band Peter Herbolzheimer und arbeitete mit dem Orchester Count Basie. Er sang und spielte im Duett mit Bill Ramsey und Gitte Hänning. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Viele seiner später erfolgreichen Kollegen hat er entdeckt und produziert, zum Beispiel Hannes Wader und Volker Lechtenbrink. Im August 2000 wurde Knut Kiesewetter für seine Verdienste um den deutschen Jazz auf der Ronneburg zum Ritter geschlagen. Nun kommt er nach Bad König und mit von der Partie ist seine Jazzband.
Samstag, 5. August, Bad König, Freilichtbühne, 20 Uhr

VOKAL TOTAL & TRIO – STING UND MEHR

Bei den letzten Konzerten im Rahmen der Festspiele standen prominente Gäste wie Albert Mangelsdorff (2002) oder Klaus Doldinger (2004) im Blickpunkt. Diesmal gilt einem Block mit Titeln von Sting besonderes Interesse - speziell arrangiert für die faszinierende Stimmbandartistik von VoKAL ToTAL, die von ihrem Instrumentaltrio begleitet werden.
Neben dem außergewöhnlichen Sound ist die muntere Gruppe um den musikalischen Kopf Matthias Becker („Dr. Jazz“) auch für ihre lockere Bühnenpräsenz bekannt und den Witz und Esprit, mit dem sie ihre swingenden Rhythmen und raffinierten Harmonien rüberbringt. Die beiden bisher veröffentlichten Alben wurden von der Fachpresse einhellig hochgelobt und von Europas größtem Musikmagazin Audio jeweils als „Jazz-CD des Monats“ ausgezeichnet
Samstag, 5. August, Bensheim-Auerbach, Fürstenlager, 20 Uhr

BETTINA CASTANO UND HAKIM LUDIN - FLAMENCO MEETS ORIENT

Bettina Castano gilt als herausragende Persönlichkeit der Flamencoszene und seit ihrem Aufsehen erregenden Festspiel-Debüt 1994 als absoluter Festspielklassiker und Publikumsmagnet. Mit ihrer einzigartigen kraftvoll-erotischen Ausstrahlung, virtuosen Technik und außergewöhnlichen Musikalität zelebriert sie den Flamenco auf faszinierende Weise. Mit ungezügelter Experimentierfreude und Innovationslust - gleichwohl gespeist aus einem wachen Traditionsbewusstsein - erkundet sie den Flamenco als Schmelztiegel verschiedener Kulturen in stets neuen Programmen. Nun zelebriert sie in einer spektakulären Fusion spanischer Gitarren und orientalisch-arabischer Perkussion furios „Flamenco meets Orient“ mit dem Weltklasse-Perkussionisten Hakim Ludin aus Afghanistan. Ein fulminantes Feuerwerk der Rhythmen, Temperamente und Emotionen. Virtuoses Musikantentum und Flamenco-Tanz in atemberaubender Perfektion. Unterstützt wird sie dabei von ihrem bewährten Ensemble mit den Gitarristen Miguel Pérez und El Espina und den „magischen Stimmen“ Antonio Saavedra und Emilio Cabello.
Samstag, 12. August, 20 Uhr, Sonntag, 13. August, 19 Uhr, Bensheim-Auerbach, Fürstenlager

Vom rockigen Festival bis zur klassischen Musiknacht

Die Mutter aller Odenwälder Festival, das legendäre Finkenbachfestival, pausiert dieses Jahr und geht erst 2007 wieder an den Start. Aber ganz ohne Festivals muss auch dieser Sommer nicht über die Bühne gehen – und dabei stehen einige Highlights an.
Beim Trebur Open Air vom 4. bis 6. August gibt es beispielsweise ein Wiedersehen mit New Model Army, die Festival-Ikonen schlechthin. Auch The Robocop Kraus aus Nürnberg ist mit von der Partie. Nach Trebur kommen zudem Revolverheld, die vergangenes Jahr beim Bundesvision-Songcontest einen sensationellen zweiten Platz belegten. Außerdem dabei: Die groben Junggesellen. Früher hießen sie Flatsch! und sorgten nicht nur in Hessen für Furore. Jetzt ist die Band um Gerd Knebel (Badesalz) mit neuen, kernigen Rocksongs und einer gehörigen Portion Humor wieder unterwegs. Bestätigte Bands sind zudem: Muff Potter, Gods Of Blitz, Monsters Of Liedermaching, The Amber Light, Mezcaleros, Bubble Beatz, Spielwiese, Out Of Order, weitere können hinzukommen.
Das komplette Festivalpaket (drei Tage Musik, kostenlos campen, kostenlos ins benachbarte Freibad) gibt es für 28 Euro im Vorverkauf. An der Abendkasse kosten die Karten dann 35 Euro, die Tageskarten für Freitag und Sonntag jeweils 15 Euro, für Samstag 20 Euro. Aktuelle Infos auf www.treburopenair.de
Das Traffic Jam Open Air Festival wurde im Jahre 1999 ins Leben gerufen und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem der größten Newcomer Festivals der Region mit derzeit etwa 3500 Besuchern. Austragungsort ist der Verkehrsübungsplatz am Rande von Dieburg, vollständig umwachsen und gewissermaßen eine grüne Oase. Außer Live-Musik bietet das Traffic Jam Open Air seinen Besuchern auch ein breites Spektrum verschiedenster Rahmenaktiväten wie Feuertänzer, eine BMX-/Mountainbike-Stuntshow oder verschiedene Promo-Aktionen und Verkaufsstände.
Live zu erleben sind dieses Jahr beim Traffic Jam Open Air am 28. und 29. Juli unter anderem Itrip, Pornophonique, The Heartbreak Mote, Masons Arms, Mad Monks, Longing for Tomorrow , Downtown Torpedoes, Evil Cavies, Contraption, Cashless, Casket Nail, The Briggs, Smoke Blow, Ignite, Caliban, Hatesphere, Real McKenzies, Neaera, Antrieb und der wundervolle Extremliedermacher Götz Widmann. Das Wochenend-Ticket kostet im Vorverkauf elf Euro, an der Tageskasse 14 Euro. Campingplatz ist inbegriffen, eigene Getränke dürfen mitgebracht werden, obwohl sich das bei den moderaten Preise des Festivals kaum lohnt. Weitere Infos unter www.trafficjam.de
Am 15. Juli lockt das Rockfest Live und Laut, nicht Open Air, sondern in die Heegberghalle in Erzhausen. Auf dem Programm stehen die Bands Action Selection, Stillway, Pillow Fight Club, Risinghigh, No Spoon und Sober. Einlass ist um 19 Uhr, die Karten kosten fünf, im Vorverkauf vier Euro. Infos unter www.liveundlaut.com. Am 22. Juli geht das Kutsch Open Air über die Bühne der Burg Lindenfels, für die Musik sorgen die Renée Walker Band, Jigger Jam sowie Anna Lena und Band, Einlass ist ab 18 Uhr, Karten kosten acht, im Vorverkauf sechs Euro, Infos unter www.diekutsch.de
Weniger rockig, eher klassisch und jazzig geht es am 15. Juli bei der 19. Michelstädter Musiknacht zu. Zu jeder vollen Stunde werden von 18 und 23 Uhr an sechs Aufführungsorten in der Michelstädter Altstadt unterschiedliche musikalische Stücke geboten. Die Veranstaltung steht dieses Jahr unter dem Motto „Musik ohne Grenzen- Heimat und Exil“.
Heimat und Exil, als das erzwungene Frende, stehen sich gegenüber: Heimat als Ort der Identifikation und Geborgenheit, Exil als Synonym für den Heimatverlust, die Lokalisierung des Unbekannten, für Ausdruck und Angst. Was das 19. Jahrhundert in dem Gemälde von Bendemann zum Ausdruck bringen will, versuchen die Musiknacht-Veranstalter nunmehr mit musikalischem Beitrag bei einem Gang durch die Zeiten. Unter anderem ist dabei Alexandre Bytchkov mit seinem Akkordeon zu erleben, das Ensemble Cantaton literarisch-musikalisch, Kosha mit World Gypsy Music, das Frankfurter Jazz-Trio, die Kurpfalzphilharmonie, das Streicherquartett Ensemble Tedesco, Erwin Stein am Klavier und viele andere mehr. Karten für 22.50 Euro gibt es im Vorverkauf im örtlichen Buchhandel sowie im Odenwaldmuseum, an der Tageskasse kosten sie 25 Euro. Informationen unter www.michelstadt.de

Drei Komödien und eine Nibelungenentzündung - Festspiele in Heppenheim

Zehn Tage Erholung reichen aus, dann ist der fußballgeschädigte Kopf wieder aufnahmefähig für Kultur. Und das ist gut so, denn die Festspielzeit beginnt. Zum Beispiel in Heppenheim, im rustikal-romantischen Ambiente des alten Amtshofs, im „Theater im Hof“. Hier hat der Intendant der Open-Air-Festspiele, Thomas Richter, auch für 2006 wieder ein ebenso anspruchsvolles wie abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm zusammengestellt. Deshalb es höchste Zeit, sich noch rechtzeitig Karten zu sichern, denn erfahrungsgemäß sind die begehrtesten Spieltage unmittelbar vor Spielzeitbeginn schnell ausverkauft.
Im „Theater im Hof“, stehen drei Komödien als Eigeninszenierungen sowie zwei Gastsspiele auf dem Programm. Auftakt ist am 20. Juli mit der Premiere von „Die deutschen Kleinstädter“ von August von Kotzebue mit Walter Renneisen in der Hauptrolle. Das 1803 uraufgeführte Stück ist eine Satire auf das Gesellschaftsleben in einer Provinzstadt. Mit viel Witz werden menschliche Schwächen, Heuchelei, Eigennutz, Einbildung und Überschätzung von allem, was Rang und Namen hat, verspottet. Diese auch heute noch aktuelle Komödie ist vom 20. bis 22. und 26. bis 30. Juli sowie vom 26. August bis 1. September sowie am 8. und 9. September zu sehen.
Die zweite Premiere erwartet die Zuschauer am 2. August mit „Die Sunny Boys“ von Neil Simon mit Jörg Pleva und Michael Hinz in den Titelrollen. Diese bekannte Komödie um das in die Jahre gekommene, sich ständig streitende Komikerduo ist vom 2. bis 7. und 19. bis 25. August im Hof des alten kurfürstlichen Amtshofs zu erleben. Ein Klassiker macht die Komödientriologie komplett: Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ von Milliam Shakespeare mit Christopher Krieg und Franz-Joseph Dieken. Premiere dieses komödiantischen Spiels um Liebe und Unterwerfung ist am 10. August. Weitere Vorstellungen sind bis zum 18. August sowie vom 2. bis 8. September.
Vom 23. bis 25. Juli erwartet die Besucher zudem ein Blechspektakel der besonderen Klasse. Das Kikerikitheater gastiert mit seiner „Nibelungenentzündung“ im Amtshof und erzählt das Heldenepos auf seine ureigene Art als eigenwilliges und ausgesprochen unterhaltsames Puppenspiel. Mit dem Ein-Personen-Stück „Die Sternstunde des Josef Bieder“ mit dem unvergleichlichen Walter Renneisen in der Titelrolle enden die Festspiele Heppenheim am 11. und 12. September. Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr, an den Sonntagen, mit Ausnahme des 10. September, wird auch um 15 Uhr gespielt.
Nähere Informationen und Karten für die Festspiele gibt es beim Karten-Kiosk, Spessartstr. 2 in Heppenheim unter Tel. 06252 78203, FAX 06252 78587, www.festspiele-heppenheim.com  sowie an allen Verkaufstellen von Frankfurt-Ticket www.frankfurt-ticket.de.

Fischerfest mit See in Flammen

In gemütlicher Runde am See sitzen, dabei lecker essen und trinken und ein wenig Anglerlatein austauschen – das macht Fischerfeste aus. Ein besonders lauschiges und leckeres veranstaltet der Sportfischerverein Petri Heil Mümlingstal alljährliche am Steinbacher See und setzt diesen dabei gewissermaßen in Flammen. Mit einem Feuerwerk, das sich ebenso wie die bunten Lichter um den See, auf der Wasseroberfläche widerspiegelt.
Selbstverständlich werden die Gäste auch bestens versorgt, mit Fisch, versteht sich. Ob Zander- oder Forellenfilet oder gar Aal, ob gebraten oder geräuchert – die Auswahl ist riesig. Wer unverständlichre Weise keinen Fisch mag, bekommt natürlich auch ein Steak oder eine Wurst oder mittags Kaffee und Kuchen.
Fischerfest, 19. und 20. August, jeweils von morgens bis in die Nacht, Michelstadt-Steinbach, An der Bundesstraße 47. Info: www.sf-v.de

Das Labyrinth im Maisfeld - Der ultimativen Familienspaß

In Groß-Umstadt wächst der Mais, in diesem Fall wie jedes Jahr zu einem Irrgarten. 1998 lockte das erste Labyrinth im Maisfeld, was auf Anhieb die Bevölkerung in der näheren Umgebung begeistert. Über 3500 Leute kamen bereits im ersten Jahr, und brachten die Familie Münch, die als Gastgeber auf solch einen Ansturm nun doch nicht vorbereitet war, mächtig in Stress. Aber inzwischen hat man sich längst an die Resonanz gewöhnt und darauf eingestellt.
Auch dieses Jahr wächst das Maisfeld zu einem Bild heran. Das ist allerdings nur aus der Vogelperspektive zu beobachten und zeigt wie in den Vorjahren ein landwirtschaftliches Motiv. Im vergangenen Jahr war ein Traktor in der Frontansicht mit einer angehängten Bodenbearbeitungsmaschine erkennen. Auf dem Traktor saß ein Bauer, der sein Feld bewirtschaftet. Aber auch Kürbis, Spargel und natürlich die Erdbeeren dienten schon als Irrgartenmotive.
Rund 2200 Meter beträgt die gesamte Weglänge im Maislabyrinth. Auf der Suche nach den Stempelstationen legt man je nach Glück und Orientierungssinn eine längere oder kürzere Strecke zurück. Alle Wege sind übrigens mit Stroh eingestreut. Das Ziel ist erreicht, wenn alle fünf Stempelstationen gefunden und die Stempel auf die Stempelkarte gedrückt wurden.
Am 25. und 26. September lockt das Maisfeld auch im Dunkeln, zu zwei Nächten im Labyrinth. Verbunden ist das Ganze dann mit einer rauschenden Party. Ansonsten bietet der Hof im Eingangsbereich ausreichend Platz zum Ausruhen und eine Strohhüpfburg für die Kinder Zudem gibt es in der Woche kalte Getränke sowie kleinere kalte Snacks. Sonntags gibt es zusätzlich Hamburger, Pommes, und Kürbissuppe solange der Vorrat reicht.
Hof an der Landwehr, Groß-Umstadt (direkt an der Bundesstraße 45), Tel. 06078 2308, www.erdbeerhof-muench.de. Das Maislabyrinth ist vom 6. August bis 24. September mittwochs bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet, die Nächte im Labyrinth stehen am 25. und 26. August auf dem Programm.

Cartoons in der Obernburger Kochsmühle: Häuptling Eigener Herd

Mehr als zwei Dutzend Bände der kulinarischen Kampfschrift „Häuptling eigner Herd“ sind mittlerweile erschienen und sind zu Sammelobjekten für Freunde unverfälschter Kochkunst und feinsinniger Satire geworden. Vom 4. August bis zum 4.September sind in der Kochsmühle in einer Sonderausstellung Cartoons aus dieser Zeitschrift zu sehen sind - und außerdem ein kleines, aber feines kabarettistisch-kulinarisches Rahmenprogramm geboten wird.
Die Kreation „Häuptling Eigener Herd“ erfuhr ihre Schöpfungsgeschichte in der Küche des Stuttgarter Restaurants „Wielandshöhe“ von Vincent Klink. Zusammen mit dem „taz“-Kolumnisten Wiglaf Droste ist er Herausgeber der Bände mit Texten und Bildern zur Kulinarik. Seit kurzem gehört zum Verlagsimperium der Edition Vincent Klink auch Klinks spiralgebundenes „Gängster-Kochbuch“. Autoren wie Fanny Müller, Thomas C. Breuer, Fritz Eckenga, Bernd Gieseking oder Udo Pollmer bereichern die „Häuptling“-Ausgaben mit humorigen Geschichten und Versen rund ums Essen und Trinken.
Ausgestellt werden unter anderem Cartoons und Karikaturen von Greser & Lenz, F. K. Waechter, Rattelschneck, Til Mette, F.W. Benstein, FIL, Rudi Hurzlmeier, Tom und vielen anderen mehr. Während die Zeichnungen im „Häuptling“ schwarzweiß abgebildet sind, sind die Ausstellungsstücke live und in Farbe zu bewundern. Natürlich gibt’s auch eine Auswahl an „Häuptling“-Ausgaben.
Cartoon-Ausstellung „Häuptling eigener Herd“, vom 4. August bis 4. September in Obernburg, Kochsmühle; Informationen zu Öffnungszeiten und Rahmenprogramm im Internet unter www.handgemacht-obernburg.de/haeuptling.

Figurativer, aber dennoch rätselhaft - Neue Bilder von Hans Sieverding

Die Ausstellung trägt den optimistischen Titel „Aller Tage morgen“ und unter den Motiven der Bildern dominieren Menschen. Und diese tragen erkennbare Gesichtszüge, was nicht unbedingt typisch ist für den Odenwälder Maler Hans Sieverding. Mit seinen neuen Arbeiten bewegte er sich deutlich hin zum Figurativen, jedoch ohne das Schemenhafte, das Geheimnisvolle außen vor zu lassen.
Zwei großformatige Bilder ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher magisch an. Sie zeigen Frauen, klar und deutlich zu erkennen. Aber über ihnen liegen Silhouetten ihrer selbst. Sie stehen für Wünsche. Träume, Ängste, Widersprüche – die Interpretation bleibt den Betrachtern überlassen. Das Unerklärbare, die Vieldeutigkeiten sind es wohl, die den besonderen Reiz der Arbeiten Sieverdings ausmachen. Bei allem Figürlichen ist es oft gerade das, was dem Betrachter neue Fragen aufwirft. Verdrehte Gliedmaßen oder vier Arme geben zusätzlich zu den leeren Silhouetten und den Schatten, die aus den vielen Schichten hervortreten, weitere Rätsel auf. So auch die drei Bilder mit dem Titel „Odenwald“. Sie zeigen abstrakte Landschaftsräume, erinnern teilweise an Kartenwerke.
Hans Sieverding, Jahrgang 1937 und gebürtiger Oldenburger, lebt seit nunmehr 13 Jahren im Odenwald. Er wohnt im Seitenbau des Fürstenauer Schlosses und sein Atelier ist der ehemalige Pferdestall. Für einige Monate im Jahr zieht es ihn aber hinaus, er sucht die Inspiration im Trubel der Großstadt – dann arbeitet er in seinem Berliner Atelier.
Seine Ausbildung bezog Hans Sieverding bei dem Duisburger Maler Wilhelm Wacker und seit den siebziger Jahren stellt er aus. Seine Bilder waren schon in namhaften Galerien und Museen in ganz Deutschland, den europäischen Nachbarstaaten, aber auch in San Franzisko, New York und Los Angeles zu erleben.
Die Ausstellung „Aller Tage Morgen“ ist noch bis zum 22. Juli in der Galerie Veronica Kautsch an der Michelstädter Mauerstraße 9 bis 11 zu sehen, dienstags bis freitags von 15 bis 18.30 uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr, zur Musiknacht am 15. Juli von 17 bis 24 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 06061 2860.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 


 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

 

 

 

           

 

 

 

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