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Honig

Bienenfleiß und Imkerstolz

Wenn Rainer Peper über die Imkerei spricht, leuchten seine Augen. Ihn begeistert nicht nur die Welt der Honigbienen, wobei ihn jedes Volk vor neue Aufgaben stellt. Das ständige Dazulernen, das Denken in Naturzusammenhängen und schließlich die Bedeutung der Bienen für die Blütenbestäubung faszinieren den Hobby-Imker auch noch nach vielen Jahren. Und er sieht sich durch ein hervorragendes Produkt belohnt: den „Echten Deutschen Honig“, den er nach der Qualitätsverordnung des Deutschen Imkerbundes erzeugt. So darf er dem gewonnenen Honig weder etwas entziehen, noch etwas hinzufügen – das ist der Unterschied zu industriell verarbeiteten oder importierten Honigen.

Ein gut schmeckendes, reines Naturprodukt ist Honig also, in dem 180 wertvolle Substanzen nachweisbar sind. Und überdies gibt es ihn, je nach Tracht, in vielen Geschmacksspektren. Sortenhonige sind jedoch nicht ohne weiteres zu gewinnen. „Die Abstände zwischen den Trachten werden immer kürzer, und bevor der Honig nicht die richtige Reife hat, muss er in den Waben bleiben“, so Peper. Den Nebenerwerbs-Imker halten seine 32 Völker vor allem im Mai und Juni richtig auf Trab. Nun sind sie auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung und neigen zum Schwärmen. Die schlechte Maiwitterung macht die Bienen nervös. Jetzt ist sogar die sanftmütige Rasse „Carnica“, für die sich Peper entschieden hat, leicht reizbar. Vorsorglich steckt  sich Rainer Peper die mit Kräutern gestopfte Imkerpfeife an, bevor er sich den Kästen nähert und ein mit Bienen besetztes Wabenrähmchen herausnimmt. Noch reift der Honig im Stock; bei einem Wassergehalt unter 18 Prozent kann die Wabe entnommen werden.

Der erste Honig, den der Gottersdorfer Imker im Jahr gewinnt, ist ein Blütenhonig mit hohem Rapsanteil, der nach dem Schleudern durch Feinstsiebe getrieben und bis zur Feincremigkeit gerührt wird. Für diesen aufwendig und unter höchsten Hygienebedingungen hergestellten Honig hat Peper, der auch Vorsitzender des Imkervereins Walldürn ist, bereits zahlreiche Prämierungen und den Landesehrenpreis erhalten.

Doch neben allen Arbeiten rund um sein Volk gehört auch die Vermarktung zu seinen Aufgaben: Sonn- und Feiertags ist Rainer Peper meist im Freilandmuseum Gottersdorf zu finden, wo er – ganz passend – im  Rahmen der Dauerausstellung alter Imkergerätschaften neben seinen Honigen auch Kerzen, Met und Bärenfang verkauft. Dabei können die Besucher nicht nur vom Honig probieren, sondern vieles über das kostbare Naturprodukt und seine fleißigen Produzenten erfahren. (kro)

Rainer Peper, Kirschbaumweg 3, 74731 Walldürn/Gottersdorf. Tel. 06286 760

 

     

 

 

 

 

 

  
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