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Galerien im  OUTBACK

Moderne Kunst an der alten MichelstÄdter Stadtmauer

Vor nunmehr zehn Jahren eröffnete Veronica Kautsch ihre Galerie an der alten Stadtmauer in der Altstadt Michelstadts. Ihre Intention war und ist, die Werke namhafte Künstler in die Region zu bringen. Anfangs wurde sie für dieses mutige Ansinnen belächelt. Aber nun feiert die kleine, feine Galerie ihr zehnjähriges Jubiläum, überlebte das Galeriensterben reihum und erfreut sich nach wie vor an einem interessierten Publikum.
Vernissagen in der Galerie Veronica Kautsch sind im Odenwald immer wieder ein gesellschaftlicher Event und werden gut besucht. Auch die Aperos, ein weiterer kollektiver Kunstgenuss, zu dem eingeladen wird, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Zu den Künstlern, deren Werke von dieser Galerie präsentiert werden, gehören Barbara Bredow, Hans Sieverding und Matthias Will, alle drei Mitglieder der Darmstädter Sezession. Auch Bettina van Haaren, Bim Koehler, Francis Berrar, der Belgier Hans Bryneel, die New Yorkerin Madeline Denaro, der Italiener Pasquale Ciuccio, der Schweizer Max Hari sowie Klaus Lomnitzer und Jens Trimpin stellen ihre Werke regelmäßig in Michelstadt aus.
Insidern sagen allein schon diese Namen, dass das Abstrakte in dieser Galerie eher zu finden ist als das Gegenständliche. Moderne Kunst, ob auf Leinwand oder als Skulpturen, macht den Reiz der Galerie aus. Vom internationalen Ruhm inzwischen eingeholt und leider nur noch selten im Odenwald zu Gast ist der Holländer Rik van Iersel, der nicht nur New York große Erfolge feiert – und zuvor mehrfach in der Galerie Veronica Kautsch ausstellte. Was auch beweist, dass die Galeristin ein Gespür dafür hat, was demnächst international angesagt sein könnte. (psi)
Galerie Veronica Kautsch, Mauerstraße 9-1, Michelstadt, Tel. 06061 12361, Fax 06061 12358, Mail: info@galerie-kautsch.de, www.galerie-kautsch.de, geöffnet mittwochs bis freitags von 15 bis 18.30 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr oder nach Absprache unter Tel. 06061 2860

Galerie im Hof im Wambolt’schen Hofgut in Kleestadt

In dem einstigen Wambolt’schen Hofgut in Kleestadt befindet sich nun seit 16 Jahren die „Galerie im Hof“ der österreichischen Malerin und Galeristin Eva Gfall. Hier präsentiert sie Kulturinteressierten und dem breiten Publikum moderne Kunst sowie von ihrem Mann Dietmar gekaufte und aufgearbeitete Antiquitäten in Wohnraumatmosphäre. Diese soll die Besucher einladen, sich auch längere Zeit mit den Kunstwerken auseinanderzusetzen.
Anlässlich ihres 15-jährigen Jubiläums hatte Eva Gfall bis Ende Januar eigene, moderne Öl-, Acryl- und Aquarellgemälde, die sich mit dem Zeitgeschehen der vergangenen drei Jahre beschäftigten, ausgestellt. Doch über das Jahr verteilt organisiert die Galeristin vier bis fünf Ausstellungen nationaler und internationaler Künstler. Bis einschließlich dem 26. März werden noch Werke von Helga Maier Hoffmann zu sehen sein. Die Langener Künstlerin arbeitet ebenfalls an modernen Öl- und Acrylbildern, die oftmals eine Serie ergeben und abstrakt wirken. „Ich suche immer gerne Kunstwerke, die man nicht überall sehen kann“, erklärt Eva Gfall. Regionale Künstler stellen in ihrer Galerie eher selten aus, dafür hat sie Verbindungen bis nach Israel. Die dreifache Mutter möchte Künstlern den Weg in die Öffentlichkeit erleichtern: „Als Malerin weiß ich wie schwer es oftmals ist, eine geeignete Galerie zu finden.“ Anfragen erhält die aus einer Maler- und Bildhauerfamilie Stammende  viele, doch nicht jeder passt von der Stilrichtung zum Konzept der Galerie.
Neben den zeitgenössischen Gemälden präsentiert Eva Gfall auch die Polsterkollektion Wittmann. Die österreichische Möbelwerkstatt fertigt nach den Entwürfen von Josef Hoffmann moderne, exklusive und kunstvolle Sitzmöbel, die in Kleestadt auch käuflich zu erwerben sind. (me)
Galerie im Hof, Kunst & Wohnen, Eva Gfall, Friedrich-Ebert-Str. 5, Groß-Umstadt/Kleestadt, Tel. 06078 4973, Mail: eva@gfall.de, Internet: www.gfall.de; Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags und sonntags von 15 bis 18.30 Uhr.

Rent a Galery – Eigenart Gleis 1 in Heppenheim

Was mal eine alte Güterhalle der Bundesbahn am Heppenheimer Bahnhof war, ist seit Ende 2003 eine Galerie. „eigenArt – Galerie Gleis 1“ hat Helga Röder sie genannt. Von den vorbeirauschenden Zügen auf dem nahen Gleis 1 ist in dem Saal indes wenig zu hören und zu spüren. Die Künstlerin – Röder malt Aquarelle – stellt darin bildliche Arbeiten aufstrebender Künstler aus und veranstaltet Malkurse für Erwachsene und Kinder. Veranstaltungen zu Mode, Musik und Lyrik runden das Veranstaltungsprogramm des „eigenArt“ ab.
„Kunst zu vermarkten ist schwer“, sagt die Galeristin. Es mangele an Bereitschaft, sich mit Kunst auseinander zu setzen. „Vielleicht weil das dann auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst wäre.“ Röder, gelernte Floristin, wagte den Schritt.
Vier große Ausstellungen gab es im vergangenen Jahr. Künstler können auch Wandplatz für ihre Bilder in der Galerie mieten. „Ich möchte ein Forum bieten“, sagt Röder. Und appelliert an Künstler, die noch auf den kommerziellen Erfolg warten. „Sie sollten unbedingt ihren Mut aktivieren, selbst aktiv werden, Leute ansprechen – auch Galerien. Und sie brauchen eine feste Vorstellung davon, wie sie ihre Werke präsentieren und darstellen möchten. Dann ist schon viel Vorarbeit geleistet.“
Was dann noch zu einer florierenden Vermarktung fehlt, sind die richtigen Kontakte. Davon hat Röder nach eigenem Bekunden eine ganze Menge. „Ich komme mit unglaublich vielen Menschen zusammen.“ Kontakte und Networking, das sei wichtig in einer Zeit, in der sich zunehmend auch Unternehmen aus dem Kultursponsoring zurückziehen.
145 sehr helle Quadratmeter hat die „eigenArt“-Galerie. Riesige Wände geben den Bildern Platz und lassen sie optimal zur Geltung kommen. Noch trägt sich die Galerie aber nicht durch Bilderverkäufe, sondern durch die Einnahmen aus Malkursen und der Vermietung der Wandflächen. „Das alles ist sicherlich ein Wagnis. Aber eines das zu mir passt.“ (bux)
Eigenart-Galerie Gleis 1, Kalterer Straße 4 b, Heppenheim, Tel. 06252 704396. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 14 bis 18.30 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr. Die Termine und Preise für die Malworkshops können unter www.eigenart-galerie-gleis1.de abgefragt werden.

ARTgerechte Zwischenstation fÜr Kunst in Eberbach

Die Diplom Schmuck- und Gerätedesignerin Juliane Kehm war eigentlich nur auf der Suche nach einem größeren Atelier, doch dann entwickelte sich aus den renovierten Räumen einer Weinhandlung 1996 die Galerie ARTgerecht. Und dieser Name ist Programm: In der Galerie finden sich Bilder verschiedener Künstler, Skulpturen, Kunstwerke aus Keramik und Holz und sogar Schmuck. Mit abwechslungsreichen und niveauvollen Ausstellungen will sie sowohl Kenner begeistern, als auch Kunst den Menschen näher bringen. Nicht immer passt alles zusammen, aber Juliane Kehm mag die Konfrontation, die sie auch in der eigenen Kunst weiterbringt. Die Galerie ist aber nicht nur Ausstellungsraum: sie beherbergt das Atelier der Künstlerin, die zu informeller Malerei auf großformatigen Leinwänden und teilweise surrealistischen Zeichnungen gefunden hat. Außerdem bieten die Räume Platz für Workshops, sind Diskussionsforum und Bühne für Kabarett und Musikdarbietungen, die Juliane Kehm in Kooperation mit dem Eberbacher Kulturlabor ausrichtet – im März gibt es zum Beispiel einen Chanson-Abend. So schafft die Galeristin eine Art „kleines Kulturzentrum“ auf hohem Niveau.  Die nächste neue Ausstellung beginnt im Mai und zeigt die Bilder von Leo Leonhard. Bereits ausgestellt haben in der Galerie ARTgerecht international bekannte Künstler und Preisträger wie Norbert Nüssle und Peter Jacobi; aber auch lokale Kunstgrößen zeigen sich gern in der Galerie, wie Manfred Garstka und Armin Stähle. (at)
ARTgerecht Galerie, Juliane Kehm, Friedrich-Ebert-Strasse 2, Eberbach, Tel. 06271 3858, www.galerie-artgerecht.de, kontakt@galerie-artgerecht.de, Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 15 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr oder nach Vereinbarung.

Fenster zur Kunst in Amorbach

Seit nahezu 30 Jahren hat mitten in der Altstadt von Amorbach die zeitgenössische Kunst in der Galerie von Maria Kreuzer ihren festen Platz. Die Leidenschaft der Galeristin gilt der abstrakten Moderne, und dabei vor allem der Malerei. Das schließt freilich im Ausstellungsprogramm Seitenblicke auf die Skulptur, Glas- und Schmuckkunst nicht aus. Sechs bis acht Eröffnungen realisiert Maria Kreuzer im Jahr und setzt dabei sowohl auf renommierte, als auch auf junge Künstler.
Zur Galerie-Inhaberin wurde Maria Kreuzer eher auf Umwegen. Selbst Tochter eines Malers und, wie sie sagt, als „Autodidaktin“, hat sie während eines Spanienaufenthalts ihre erste Ausstellung mit eigenen Arbeiten realisiert. Zurück in Deutschland wandte sie sich mehr und mehr der abstrakten Malerei zu. Die Idee eines eigenen Ausstellungsraums entstand aus dem Gedanken heraus, sich und anderen Künstlern ein Forum zu bieten. Die ersten Jahre musste sich die Galerie noch in viel zu niedrigen Räumen bescheiden. Seit sie ihren Sitz seit 1991 in der Johannisturmstraße hat, stimmen die Bedingungen: Großzügige Wandflächen bilden den Hintergrund für die Farb- und Formwirkung der ausgestellten Bilder und Objekte. Ein Höhepunkt in ihrer Laufbahn als Galeristin war der Skulpturensommer im Seegarten Amorbach im Jahr 1998. Das große Interesse an den Objekten der rund 30 beteiligten Künstler bestätigte das gelungene Konzept zudem. Bei allem Engagement in ihren Beruf findet Maria Kreuzer immer noch genügend Potenzial für ihre eigene künstlerische Arbeit, die sie ebenfalls einmal jährlich zeigt. (kro)
Galerie Maria Kreuzer, Johannisturmstraße 7, Amorbach. Tel: 09373 17 56 und 47 32. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 15 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 12.30 Uhr, Sonn- und Feiertage 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. www.galerie-maria-kreuzer.de

 

 

     

 

  
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