DHTML Menu, (c)2004 Apycom Outback - Das Kulturmagazin
 
...Das Kulturmagazin
 

 

 

         

Freizeitangebot zwischen Rhein, Main und Neckar

Wer im Urlaub sportliche Betätigung sucht, wird im gesamten Odenwald fündig. Ob Wandern, Radeln, Schwimmen, Tennis, Golfen, Klettern, wenn Wasser in der Nähe ist, auch Bootfahren – die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Vielfältig sind auch die Sehenswürdigkeiten, die einen Abstecher wert sind.
Wer Urlaub im Odenwald macht, darf natürlich nicht versäumen, das weltberühmte historische Rathaus Michelstadts aus dem Jahr 1484 zu besuchen. Bei einem Rundgang durch die Altstadt findet der Gast weitere geschichtsträchtige Bauwerke, ob die Kellerei mit Odenwald- und Spielzeugmuseum, die Synagoge mit jüdischen Museum oder im Stadtteil Steinbach das Fürstenauer Schloss oder die Einhardsbasilika. In der Nachbarstadt Erbach ist das gräfliche Barockschloss mit seiner berühmten Sammlung einen Besuch wert, ebenso das Deutsche Elfenbeinmuseum. Wer sich für das im Odenwald so traditionsreiche Handwerk der Elfenbein-Schnitzkunst interessiert, dem sei auch das private Elfenbeinmuseum von Ulrich Seidenberg in Michelstadt, gleich hinter der Stadtkirche, empfohlen. Freunde alter Zweiräder werden im ebenfalls privaten Motorrad-Museum in Michelstadt fündig. Ein beliebtes Ausflugsziel – vor allem bei Kindern – ist der Eulbacher Park mit seinen Wisenten, Rot- und Damwild, Wildschweinen und weitere Tieren, die sich gerne füttern lassen. Auch im Erbacher Brudergrund freut sich das Wild auf zweibeinige Besucher, die ein paar Körner durch den Zaun reichen.
Wer Erholung pur sucht, ist in Bad König und der Odenwald-Therme an der richtigen Adresse. Im Gerspenztal ist die Burgruine des Rodensteiners einen Besuch wert. Im Ostertal spiegelt der Keilvelter Hof die landwirtschaftliche Tradition der Region wieder. Überregional bekannt ist das Felsenmeer im Lautertal, das der Legende nach durch einen Streit zweier Riesen, die sich mit Felsen bewarfen, entstanden ist.
Im badischen Bereich des Odenwaldes ist Mosbach die größte Stadt, allerdings auch mit einem historischen Stadtkern und zauberhaften Fachwerkhäusern. Die sind auch in den Fußgängerzonen von Buchen und Walldürn zu finden, beides schnuckelige kleine Städtchen, die zu einem Bummel einladen. In Mosbach empfiehlt sich zudem das Stadtmuseum, eines der ältesten kulturgeschichtlichen Museen der Neckar-Odenwald-Region. Auch die Tropfsteinhöhle und Buchen/Eberstadt ist einen Ausflug wert. (psi)

Schiffs- und Bootsfahrten auf dem Neckar – und jede Menge Burgen

Auch entlang des Neckars lässt sich ein aktiver und abwechslungsreicher Urlaub genießen. Ab Eberbach zum Beispiel gibt es mit der Eberbacher Personen-Schifffahrt die Möglichkeit, Neckartalrundfahrten nach Zwingenberg, Neckargerach, Hirschhorn oder Heidelberg zu machen. Sonderfahrten zur „Vier-Burgen-Beleuchtung“ in Neckarsteinach sind auch im Angebot - oder das Schiff verwandelt sich kurzerhand in eine Disco, in der die Gäste den Neckar auf und ab feiern können. Nach Absprache ist es auch kein Problem, private Feste auf das Wasser zu verlegen. (Adolf Kappes, Binetzgasse 1, 69412 Eberbach, Tel.06271/3768).
Wer eher auf ein kleines Abenteuer aus ist, der kann es ja mal mit einer ein- oder mehrtägigen Paddeltour auf dem Neckar versuchen. Fast ab jeder Stadt entlang des Neckars sind Kanutouren möglich und auf dem ruhigen Neckar, nach einer Einführung versteht sich, können auch Anfänger mitpaddeln.
Bei solchen Schiffs- oder Kanutouren kann auch das beliebte Ausflugsziel Neckarsteinach angesteuert werden. Die „Vierburgenstadt“ besticht durch ihre mittelalterliche Atmosphäre. Neben den vier Burgen des Städtchens gibt es viele Fachwerkhäuser und die auf der anderen Seite des Neckars liegende Bergfeste Dilsberg, die den Besucher in frühere Zeiten versetzen. Mit dem Bau der ältesten der Neckarsteinacher Burgen, der Hinterburg, wurde um 1100 begonnen, mit der jüngsten, dem so genannten Schwalbennest, um 1230. Vorderburg und Mittelburg sind bewohnt, die anderen beiden Burgen können jederzeit und kostenlos besichtigt werden. Mehrmals im Jahr gibt es die romantische Vier-Burgen-Beleuchtung mit Feuerwerk. Nach einer Wanderung zu den Burgen über der Stadt, lässt es sich in den vielen Biergärten gut erholen.
Über die Grenzen des Outbacks hinaus ist die Stadt Heidelberg weltbekannt und gar nicht weit entfernt. Es empfiehlt sich ein Rundgang durch die berühmte Altstadt und das Schloss – mit Fremdenführer oder auf eigene Faust. Und danach noch ein Abstecher ins Heidelberger Nachtleben mit den vielen Kneipen direkt in der Altstadt, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. (at)

Rotweinwanderwege, Drachenflieger und Fallschirmspringer

Im bayrischen Odenwald, in der schönen Gegend um Obernburg, Klingenberg und Amorbach lässt sich zwar auch beim einfachen Rumgondeln mit dem Auto vieles entdecken, aber manche fahren auch lieber gezielt los. Vielleicht ist auch das Radeln eine Alternative; entlang des Mains gibt es reizvolle Radwege, die auch für weniger geübte Pedaltreter zu meistern sind. Zum Wandern ist der Odenwald überall geeignet, aber der Fränkische Rotweinwanderweg, von Großwallstadt bis Bürgstadt führend, ist mal etwas anderes. Der führt auf einer Gesamtstrecke von 55 Kilometern auch durch die Weinberge und Rebanlagen. Daneben werden auch Weinberg-Erlebnis-Wanderungen angeboten, bei denen immer auch eine Weinprobe enthalten ist.
In Miltenberg ankern die Ausflugsschiffe der Reederei Henneberger. Kleine Rundfahrten oder Tagestouren für größere Gruppen werden angeboten und lassen die Gegend einmal aus einer anderen Perspektive erleben. Miltenberg hat zudem ein schönes Hallenbad, was aber auch für das „Elsavamar“ in Elsenfeld (mit Beachvolleyballplatz) und das Gmündener Ozonhallenbad (mit beheiztem Freibad) gilt.
Von Bürgstadt aus können Drachenflieger die Welt von oben betrachten, oder wie wäre es mit einem Fallschirmsprung hoch über Mainbullau? Wer lieber auf festem Boden bleibt und noch etwas über die Kultur der Region mitnehmen möchte, dem sei das Waldmuseum Watterbacher Haus in Preunschen, oder das Odenwälder Freilandmuseum in Gottersdorf empfohlen. In Wörth das Schifffahrts- und Schiffsbaumuseum, in Klingenberg das Teddy-Museum, das Muttermuseum mit etwas anderer Kunst in Amorbach, in Obernburg das Römer-Museum  – um nur einige zu nennen. (kro)

Ein Hauch von Toskana an der BergstraSSe

Die Bergstraße verführte Goethe einst zu der Äußerung, nirgends sei Deutschland der Toskana ähnlicher als in dem Höhenzug zwischen Seeheim-Jugenheim und Heidelberg. Der bietet für Touristen zuhauf Ausflugsziele. Zum Beispiel das Auerbacher Schloss mit Rittermahlen, Hexensabbat, mittelalterlichem Varieté, Ritterturnieren und Geisternächten – hier lebt das Mittelalter.
Der heutige Staatspark Fürstenlager war einst Sommersitz der Darmstädter Großherzöge. Das Fürstenlager liegt oberhalb Auerbachs und besitzt neben seinem bekannten Herrenhaus einige frühere und längst nicht mehr glanzvolle Wirtschaftsgebäude. Es gibt romantische Teiche  und endlose malerischen Spazierwege. Dazu einen der ältesten Mammutbäume Europas.
Der Melibokus war ehemals ein Vulkan, sehr viel später und bis vor wenigen Jahren Radarstation der US. Wer die einprägsame Silhouette des Melibokus mit seinem Türmchen und der rot leuchtenden Funkantenne daneben nur aus der Ferne kennt, wird überrascht sein, was ihn oben auf dem Gipfel erwartet: Baracken mit eingeschlagenen Scheiben, ein schmutziger Turm und eine Getränkebude, die ihre besten Zeiten längst hinter sich hat und immer dann geschlossen ist, wenn man gerade oben ist. Aber der grüne Berg bietet auch etwas: Einen exklusiven Fernblick bis nach Frankfurt, Mannheim, in die Pfalz, und ins Rheingau.
In der Scheuergasse in Zwingenberg kann man sehen, was herauskommt, wenn alte Scheunen liebevoll, teuer und mit Konzept zu Wohnhäusern, Ateliers, Werkstätten, Läden, Kneipen und Heimatmuseum umgebaut werden. Heppenheims Altstadt bietet reichlich Fachwerkbauten, den mächtig und versteckt liegende Dom St. Peter, eine Freilichtbühne mit regelmäßigen Veranstaltungen und das alles im Schatten der Starkenburg mit ihrem Schlossberg: Heppenheim ist Romantik. Wer es mag, kann sich mit einer der verschmitzt geführten Stadtführungen sogar auf die Spuren der verstorbenen monegassischen Prinzessin Gracia Patricia (Grace Kelly) machen. Was die mit Heppenheim verband? Rausfinden lohnt. (bux)

Von der Grube Messel bis zum Park SchÖnbusch

Eine Reise in die Vergangenheit und zum Weltkulturerbe können die Besucher der Grube Messel antreten. Riesenhafte Vögel und vor allem die weithin bekannte trächtige Urpferdchenstute sind nur Beispiele für die sehenswerten Fossilienfunde, die man hier bei Grabungen entdeckt hat. Während die Besucherplattform das ganze Jahr zugänglich ist, muss man sich für die gut anderthalbstündigen Führungen von der Aussichtsplattform durch die Grube bis zum Museum anmelden.
Bei schönem Wetter rentiert sich sicherlich der Besuch der Veste Otzberg. Von dem 17 Meter hohen Bergfried kann man den tollen Ausblick auf die umliegenden Dörfer, den Odenwald und die Rhein-Main-Tiefebene genießen. An klaren Tagen sind sogar der Taunus und die Silhouette von Frankfurt erkennbar. In der um 1100 errichteten Festungsanlage ist zudem ein Museum untergebracht, das neben Traditionellem auch ungewöhnliche Ausstellungen über Kondome, Strumpfbänder oder Toilettenformen zeigt.
Nicht nur für den typischen Sonntagsausflug empfiehlt sich der Park Schönbusch, der linksmainig vor Aschaffenburg gelegen ist und zu den schönsten deutschen Landschaftsgärten zählt. Auf dem romantischen See lässt es sich gemütlich rudern, während man beim Spaziergang die Rote Brücke, das Philosophenhaus, den Freundschaftstempel, Hirtenhäuser und Dörfchen, den Speisesaal und das Wirtschaftsgebäude sowie die künstlich aufgeschütteten Hügel mit Aussichtsturm und Teufelsbrücke entdecken kann. Zum Abschluss lässt es sich gemütlich im „Grand Bistro“ bei einem Milchkaffee sitzen und die übrigen Besucher beobachten. (me)

Von den MÄrchenteichen bis zum Schuldorf Bergstrasse

Der Westteil des Landkreises Darmstadt-Dieburg bietet Kultur, Natur und viele Ecken, die selbst Einheimischen kaum bekannt sind. Ein Eldorado für Entdecker. Und voller Geheimtipps.
Oberhalb Seeheims an der Straße nach Ober-Beerbach gelegen (400 Meter hinter der Auffahrt zum Lufthansa-Bildungszentrum liegt rechts ein unbeschilderter Parkplatz). Von dort geht es zu Fuß zu den Märchenteichen. Die bieten eine Atmosphäre zwischen „Harry-Potter“ und „Herr der Ringe“. Verwunschen, ursprünglich, versteckt, kaum frequentiert und sehr abseits. Märchenhaftes Kleinod mitten im Wald. Zum entspannen, Prosa schreiben, still weinen, laut lachen oder einfach nur um tief durchzuatmen.
Das Alsbacher Schloss wurde um 1235 erbaut, die Auffahrt erfolgt von Alsbach aus. Traditionalisten können sich in der Wappenrolle von Schloss Alsbach ihr Familienwappen mit einem Wappenbrief beurkunden und in der Schlosspost veröffentlichen lassen. Joschka Fischers Wappen ist schon verewigt.
Das Schuldorf Bergstraße ist die Schule für Spaziergänge mit Blick auf die Bergstraße. Aber nur außerhalb der Schulzeit. Denn 1.600 Schüler machen jede Spaziergangruhe kaputt. Schullegende, erste Gesamtschule der Republik, lange Zeit Experimentierschule. Unter Einfluss der Amerikaner gebaut, drum der hierzulande seltene campusartige Stil. Architektonisch wild gemixt und reizvoll, frei zugänglich (Hunde dürfen nicht auf das Gelände!). Gibt Einblicke in das, was man in den 50er Jahren als wegweisendes und weltoffenes Schulkonzept betrachtete. Auch den Campus betreffend. So schön hätte Schule sein können. Zufahrt über die Sandstraße in Seeheim. (bux)

DarmstÄdter Jugendstil - vom Experimentierfeld zum Tourismusmagneten

Darmstadt ist Jugendstil. Behauptet die Stadt gerne von sich. In der Tat ist Darmstadt für alle Liebhaber des verspielten und detailreichen Baustils Deutschlands erste Adresse. Und die hat einen Namen: Mathildenhöhe. Dort steht er, das eigentliche Wahrzeichen der Minimetropole am beschaulichen Woog: Der Hochzeitsturm, ob seiner Architektur und Spitzengestaltung auch gerne Fünffingerturm genannt. Die Russische Kapelle direkt daneben und die vielen Jugendstilvillen auf und um die Mathildenhöhe - meistens hübsch herausgeputzt – machen den Ausflug auf das ansonsten erstaunlich wenig malerisch gelegene Viertel zur Postkartenidylle.
Doch die Mathildenhöhe bietet mehr. Kunst etwa. Friedensreich Hundertwasser stellte dort bereits seine Bilder aus, andere berühmte Maler ebenso. Aber eben nicht nur Berühmtheiten. Auf der Mathildenhöhe liegt Kunst und Kommerz zwar ebenso dicht beisammen, wie anderswo auch, aber es gibt sie noch, die feinen und ungewöhnlichen Nischen. Im Alfred Messel-Haus etwa (Eugen-Bracht-Weg 6), in dem sich neben dem „Institut für Neue Technische Form“ auch das „Design-Zentrum-Hessen“ befindet. Dort sind in einer Dauerausstellung Designklassiker der Firma „Braun“ (Kronberg) zu sehen: Rasierapparate, Haartrockner, Küchenmaschinen, Uhren, HiFi-Geräte. Nüchtern und ebenso sachlich präsentiert, wie das Design der Marke.
In dem 1908 nach Entwürfen von Joseph Maria Olbrich erbauten historischen Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe gibt es ein internationales Ausstellungsprogramm zu sehen. Unter dem Motto „Kunst und Leben im 20. Jahrhundert“ werden mitunter sehr weite Bögen von den Ursprüngen der „Künstlerkolonie Mathildenhöhe“ zu den Zentren europäischer Designgeschichte gespannt. Das Museum „Künstlerkolonie“ wurde 1990 eröffnet. Es dokumentiert die fünfzehnjährige Geschichte der legendären Darmstädter Künstlergemeinschaft von 1899 bis 1914 und gibt einen Überblick über die Werke ihrer 23 Mitglieder.
Die Mathildenhöhe war einst Experimentierfeld der Künstler der Künstlerkolonie. Wer das überschaubare Areal zu Fuß durchstreift, begreift schnell, als was die Mathildenhöhe gedacht war: Als Viertel mit individuellen Künstlervillen, die sich mit stilisierten Ornamenten in einem bis dato unbekannten Stil, durch farbenfrohe Wohnräume und durch eine parkähnliche Gestaltung von der Konformität der damaligen Architektur in Darmstadt (noch heute zeugen ganze Wohngebiete davon) unterschieden. Seinerzeit wusste noch niemand etwas von individuell anreisenden Tagestouristen, heute bevölkern besonders am Wochenende mitunter Scharen von Jugendstilfans die Mathildenhöhe. (bux)

Nähere Infos sind im Internet auf den Seiten der jeweiligen Städte und Landkreise zu finden, aber selbstverständlich auch über die Fremdenverkehrsverbände erhältlich:
TouristikService Odenwald-Bergstraße, Marktplatz 1, Erbach, Tel. 06062 943330, Fax 06062 943333, Mail: info@tourismus-odenwald.de, www.odenwald.de.
Touristik-Information Spessart-Main-Odenwald, Tourismusgemeinschaft Fränkischer Odenwald, Brückenstraße 2, Miltenberg, Tel. 09371 501501, Fax 09371 50179501, Mail: touristinfo@lra-mil.de, www.miltenberg.de
Touristikgemeinschaft Odenwald, Ferienregion Neckartal-Odenwald-Bauland, Scheffelstraße 1, Mosbach. Tel. 06361 84319, Fax 06261 84467, Mail: info@tg-odenwald.de, www.tg-odenwald.de
Informationen zu kulturellen Veranstaltungen, Festen und Märkten  im gesamten Bereich gibt natürlich jeweils das aktuelle Outback-Magazin sowie die digitalen Version unter www.outback-magazin.de

 

     

 

  
  <<< zurück zur Übersicht          

 

 

nach oben