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Biergarten-Bummel in und um Darmstadt

Der Apfelweingarten: Hier wachsen die „Bembel“ auf den Bäumen. Zumindest tun sie so. Der Haselnussbaum im „Äppelwoigadde“ in Trautheim ist mit großen tönernen Bembeln behängt. Die versprechen „Possmann“, was dann aber ins Glas kommt, ist der Apfelwein vom „Himmelheber“ im Odenwald. Biergartenatmosphäre mit Apfelwein. Mancher hat das schon als Offenbarung empfunden. Bayern meets Hessen und Gemütlichkeit trifft auf Babbelei. Deftige Snacks und Kleinspeisen, liebevolle Details. Wenn das Ding nur nicht so schwer zu finden wäre. Tipp: in Trautheim immer dort hinfahren, wo man denkt, es geht nicht weiter. Schon ist man dort. (bux)
Restaurant Pichlers, Am Bessunger Forst 28, Mühltal-Trautheim, Tel. 06151 91150, www.hotelwaldesruh.de, täglich 18 bis 22 Uhr.

Der apostrophierte Biergarten: Der Unsinn bleibt auf das Grammatikalische im Namen beschränkt. Der Biergarten „Braustüb’l Waldwirtschaft“ im Westen Seeheims kommt gut. Dutzende von Kastanienbäumen, eine herrliche Aussicht auf das Land. Mitten im Freiareal eine alte Sudpfanne aus der Brauerei. Ein Reiterverein liegt direkt daneben - ab und zu wiehert und duftet es. Ein Hundeverein ist da ebenfalls - ab und zu kläfft es. Ehrliche Speisen, üppig, handwerklich solide. Nicht mehr und nicht weniger. Als der Biergarten in den neunziger Jahren aus einer alten Reiterklause entstand, wurde eine neue Zufahrt durch den nahen Wald geschlagen. Aufschrei bei den Anwohnern. Die befürchteten Verkehrslärm und in ihre Schlafzimmer hineinstrahlende Autoscheinwerfer. Wer sich Seeheim leisten kann, hat es gerne dunkel im Schlafgemach. Heute kommen die meisten Besucher mit dem Fahrrad. Vom Biergarten aus zweigen genug Rad- und Wanderwege ab. Die nahe Bundesstraße ist kaum zu hören. Dafür ist das idyllische Rascheln der Kastanienblätter auch viel zu laut. (bux)
Braustüb’l Waldwirtschaft, Außerhalb 27, Seeheim-Jugenheim, Tel. 06257 969497, dienstags bis samstags ab 16 Uhr, sonntags ab 11 Uhr.

DER Biergarten: Darmstadt, Dieburger Straße. Hauptverkehrskreuzung. Laut, die Umgebung eher schäbig, Bahngleise, Wohnblocks. Und ein Biergarten. DER Biergarten. Als noch niemand auf übertrieben „bayerisch“ machte, gab es den Darmstädter Biergarten schon. Früher Spontiszene, heute geht auch der Bankazubi im dritten Lehrjahr hin. Bäume, Selbstbedienung, Kies, unbequemes Gestühl – alles was ein Biergarten braucht. Gemessen an der Lage wird der Verkehrslärm erstaunlich gut gedämpft. Das Publikum ist gemischt. Mountainbiker, Verlorene, Suchende, Studierende, ihre Professoren, alles da. Wer schlau sein will, kommt mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Von der City sind es kaum fünf Minuten zu Fuß. Parkplätze sind Mangelware. Die Preise für die üblichen kulinarischen Biergartenverdächtigen sind moderat. (bux)
Biergarten Darmstadt, Dieburger Straße 97, Tel. 06151 43855, www.biergarten-darmstadt.de, geöffnet täglich von 11 bis 23 Uhr.

Weiß-blaues-Feeling: Seit 1992 ist der Biergarten in der Kastanienallee mit mehr als 1000 Sitzplätzen die große Konkurrenz zu seinem älteren aber kleineren Bruder in der Dieburger Straße. „Wir treffen uns im Biergarten“ führt seitdem zur Frage „In welchem?“ Denn von Anfang an bot das neue Freizeitlokal am Bürgerpark Nord eine willkommene Alternative. Und die ist groß. Manchmal hilft nur ein Anruf per Handy, um die Verabredung zum richtigen Tisch zu lotsen. Parkplatztipp: Der fünf Gehminuten entfernte Parkplatz am Bürgerpark. 
Bayerisch deftig und groß sind die Portionen. Rund 16 Euro kostet ein Geschnetzeltes vom Rind mit Schupfnudeln. Moderater ist die Haxe (10 Euro). Die Bedienungen tragen Dirndl, beim Äppler hört allerdings die Treue zum weiß-blauen Freistaat auf. Sportereignisse wie Formel-Eins-Rennen werden im überdachten Zelt auf Großbildleinwand übertragen, für Notebooker gibt es einen Hotspot mit Wireless LAN. (sab)
Geöffnet ist der Bayerische Biergarten, Kastanienallee 4, Darmstadt, Tel. 06151 711163, täglich von 11 bis 0 Uhr.

Erfrischender Zwischenstopp: Als der „Kalkofen“ in Arheilgen vor mehr als 20 Jahren seine erste Biergartensaison einläutete, galt das urige Lokal zwischen Feldern und Wald noch als Geheimtipp. Schnell mauserte sich der idyllische Biergarten zum beliebten Ausflugslokal, vor allem Radfahrer schätzen seither den erfrischenden Zwischenstopp, bevor sie bergauf in Richtung Messel weiterstrampeln. Doch auch mit dem Auto ist der „Kalkofen“ gut zu erreichen. Direkt vor dem Lokal ist ein großer Parkplatz. Ganz leicht ist das ehemalige Forsthaus nicht zu finden: Vom alten Arheilger Ortskern aus führt ein schmales Sträßchen  wenige Kilometer Felder und Wiesen entlang zum Biergarten. Praktischerweise heißt es Kalkofenweg. Wer ganz sicher gehen will, folgt einfach den Inline-Skatern und Radfahrern. In einer Volière fiepen, rufen und plappern Papageien, zehn frei laufende Pfaue schlagen ihre Räder, wo sie gerade Lust haben: mitten auf dem Weg, auf dem Dach des Forsthauses – oder auf einem leeren Tisch. Auch ein weißer Hirsch lebt am Forsthaus. Um den angelegten Teich in der Mitte des Biergartens stehen die Tische. (sab)
Forsthaus zum Kalkofen, Kalkofenweg 90, Arheilgen, Tel. 06151 371480, geöffnet montags bis freitags von 15 bis 1 Uhr, samstags von 12.30 bis 1 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 9.30 bis 1 Uhr.

 

     

 

 

  
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