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Es wird wieder unter freiem Himmel gefeiert!

Feste im Outback: Der Schnee ist weg, der Frühling da, die Tage werden länger und wärmer – und die Open-Air-Saison beginnt. Schon Ende April laden die ersten Freiluftfeste ein und bis Oktober steht im Outback allerhand auf dem Programm.

Schon im April ist der Auftakt der Open-Air-Feste im Zentrum des Outbacks. Die Kreisstadt Erbach lädt am 23. und 24. April ein zum Frühlingsmarkt vor dem Barockschloss. Der Einzelhandel hat auch am Sonntag geöffnet, an beiden Tagen spielt auf dem Marktplatz Musik, für Essen und Trinken ist bestens gesorgt, dazu gibt es einige Verkaufsstände – und das ultimative Highlight steht am Samstag um 15 Uhr an: Das dritte Erbacher Entenrennen. Kunterbunte Plastikenten mit Startnummern werden für einen Euro verkauft und stürzen dann gemeinsam in die Mümling. Einige Brücken weiter werden sie wieder rausgefischt und die Besitzer der Schnellsten erhalten Preise. (psi)

Beim historischen Weinfest auf der Clingenburg vom 29. April bis 1. Mai bieten Gaukler, Ritter und Feuerschlucker und viele mehr ein großes mittelalterliches Programm. Die Open-Air-Musik-Veranstaltungen am Abend ziehen ebenfalls viele Besucher an.

Ausgesprochen beliebt ist das Obernburger Apfelblütenfest, das vom 4. bis 8. Mai mit großem Vergnügungspark ansteht. Im Festzelt sorgen Obernburger Gastronomen für die Verpflegung und Live-Musikanten für die Stimmung.

Vom 5. bis 8. Mai feiert Walldürn das Blumen- und Lichterfest, das aus der langen  Tradition der Walldürner Kerzen- und Kunstblumenindustrie entstanden ist. Noch immer wird am Missionskreuz ein großer Blumenteppich ausgelegt. Die Kirmes wird begleitet von Verkaufs- und Imbiss-Ständen; Musik- und Unterhaltungsgruppen sorgen für das bunte Rahmenprogramm. (kro)

Festauftakt am Neckar ist Anfang Mai und wer Lust am Feiern hat, kann auf dem Eberbacher Frühlingsfest die etwas wärmere Jahreszeit willkommen heißen. An drei Tagen, vom 6. bis 8. Mai, steht die Altstadt im Zeichen der Musik - mehrere Bands spielen an verschiedenen Plätzen Eberbachs. Mit Kinderflohmarkt und Frühschoppen ist ebenso für Kurzweil gesorgt wie mit dem Frühlingslauf für die sportlichen Festbesucher. (at)

Vom 13. bis 22. Mai wird das erste Riesenrad des Jahres im Odenwald aufgebaut. Michelstadt lädt ein zum 51. Bienenmarkt und das beliebte Volksfest in der Pfingstwoche dauert zehn Tage. Dazu gehört ein großer Vergnügungspark mit attraktiven Fahrgeschäften, einem Verkaufs- und Krammarkt, Festzelten in alle Größen und mit einem Musikangebot quer durch alle Geschmacksrichtungen, ein buntes Rahmenprogramm mit Radrennen und Stadtlauf, verkaufsoffenem Sonntag in der Innenstadt, großem Feuerwerk, Bienenversteigerung und Blumenkorso am letzten Marktsonntag, einem prächtig-bunten Umzug durch die Stadt. Früher stand der Bienenmarkt als „Pitschefescht“ in Verruf, aber in den letzten Jahren spielte das Wetter ganz gut mit. Und in den Festzelten bleibt man sowieso trocken, zumindest äußerlich. Gefeiert wird im Odenwald immer recht lange, werktags bis 1.30 Uhr, an den Wochenenden sogar bis 2.30 Uhr. (psi)

Autofreier Sonntag „Natürlich Bergstraße“ ist am 22. Mai zwischen Seeheim-Malchen und Heppenheim. Skater, Radfahrer, Einradfahrer, Fußgänger, Kinderwagenpiloten – der Tag entlang der B 3 und der Alten Bergstraßentrasse gehört allen Unmotorisierten. Dass es dennoch nichts wird mit der Natürlichkeit hängt an den Zehntausenden Tagestouristen die via Auto anreisen und die Straßen lieblicher Wohngebiete verstopfen. Das Spektakel führt sich damit längst ad absurdum. Da helfen auch die vielen Vereinsstände entlang der fast 30 Kilometer langen Strecke nichts. Bratwürste gibt es auch anderswo. So viele aufgeschlagene Knie und Ellenbogen indes kaum. Mancher schnallt sich eben nur ein Mal pro Jahr die Rollerskates an. Kann ja auch schön sein. Shoppen beim verkaufsoffenen Sonntag ist jedenfalls unblutiger.

Das Kinder-Ritterturnier auf Schloss Alsbach ist am 26. und 29. Mai und die kuscheligste und übersichtlichste Burg an der Bergstraße leicht zu erreichen. Ausgangspunkt für viele Wanderwege. Ritterspiele werden hier noch völlig unmartialisch, dafür beinahe pädagogisch wertvoll zelebriert und die jungen Ritter zum Mitmachen animiert. Ein Muss für alle jungen Mittelalterfans. Die Burg oberhalb Alsbachs ist weitgehend kommerzfrei. Keine Souvenirstände, futtern ist noch im Lowcost-Bereich möglich. (bux)

„Weinberg in Flammen“ heißt es am 3. und 4. Juni in Klingenberg. Tausende von Lichtern illuminieren die Steilhänge, in denen die Winzer ihre Probier- und Imbissstände aufgebaut haben. Da die Steillagen am Main wirklich steil sind, an festes Schuhwerk denken! (kro)

Bürgerfest Bensheim ist vom 9. bis 12. Juni in der Innenstadt. Zahlreiche Live-Bühnen mit den üblichen Verdächtigen. Gecovert wird von Abba bis Zappa. Dazwischen immer wieder Geheimtipps, die gerade ihre Genesis erleben. Die Altstadt macht die Suche nach diesen Perlen erträglich. Hier spielten schon manche, die beim nächsten Mal schon nicht mehr hier spielen mussten. Hochzeit für neue Speisekarten in den Altstadtkneipen (Preisaufschläge!).

Das Ritterturnier auf Schloss Auerbach findet am 19. Juni statt. Ein recht teures Spektakel (13.50 Euro) für das übliche Ritterklischee zwischen Grobsteinmauern. Viel Action, viel Blechgeschepper, viele Besucher. Alles umrahmt von Kommerzständen und Nummernschildern von weit her auf den Besucherparkplätzen. Anziehungspunkt für Halbtagestouristen, Einheimische meiden das Schloss an diesem Tag. Eines hat die Ruine gewiss zu bieten: Den wunderschönen Schlosshof und einen fantastischen Ausblick in die Rheinebene. Wer auf Mittelalterfolklore steht, wird die Professionalität der Shows schätzen: Es geht sehr derb zur Sache.

Der Bergsträßer Weinmarkt ist ein großes und beliebtes Weinfest im Herzen der Heppenheimer Altstadt. Romantische Straße, Gassen und Plätze bieten ein besonderes Flair und seinen gemütlichen Weinbuchten und interessanten Musikprogramm lockt der Weinmarkt in Heppenheim alljährlich an zehn Tagen zehntausende von Menschen an, dieses Jahr vom 24. Juni bis 3. Juli.

Auch die Heiner feiern, zum Beispiel beim Darmstädter Heinerfest vom 30. Juni bis 4. Juli in der Innenstadt: Das Ding gewordene Ehemaligentreffen. Man trifft die, die man sonst nie trifft. Was ja auch etwas Gutes haben kann, jeweils. Ex-Mitschüler, ehemalige Studienkollegen, Ex-Kollegen, Verflossene – hier kommt jeder hin. Das Heinerfest eint sie alle. Einen Abend lang. Beeindruckendes Kulturprogramm mit Künstlern aus aller Herren Partnerstädte. Gemütlichkeitstipp: die Schlossbastion. Erlebnistipp: die Fahrgeschäfte am Finanzamt. Kulturtipp: der Schlosshof. Jeden Abend. Anreise mit dem Auto bedeutet oft Parkplatz- und Knöllchenfrust. (bux)

Vom 8. bis 11. Juli lädt Beerfelden zum der traditionelle „Beerfelder Pferde-, Fohlen- und Zuchtviehmarkt“ ein. Neben Fahr- und Verkaufsgeschäften eines Volksfestes bietet dieser Markt etwas Besonderes: Reit- und Springturniere – und die größte und vielseitigste Zuchtviehschau Hessens. Hier stellen Züchter aus dem südhessischen und dem nordbadischen Bereich ihre Tiere – Pferde, Ponys, Kühe, Schafe und Ziegen – einen Richterkollegium vor, das gemäß den jeweiligen Rassezuchtzielen die Bewertung und Prämierung vornimmt. Für Kinder ist es viel wichtiger, dass sie das ganze Viehzeug auch anfassen dürfen.

Wenn die letzte volle Juliwoche anbricht, steht das größte Volksfest Südhessens auf dem Programm, der Erbacher Wiesenmarkt. Vom 22. bis 31. Juli geht es zehn Tage und vor allem Nächte (Ausschank bis 2.30 Uhr) rund in der Odenwälder Kreisstadt. Das Spektakel beginnt offiziell mit einem Festumzug am Samstag, aber da liegen nach dem „Dunnerschdaach“ mit Selbstversorgung und dem Freitag oft schon zwei durchgefeierte Nächte hinter den Odenwäldern. Es lockt ein großer Vergnügungspark, in mehreren Hallen, Zelten und auf dem Außengelände eine riesige Gewerbe- und Verkaufsausstellung quer durch alle Branchen, natürlich einige Festzelte mit Live-Kapellen, Feuerwerk - und am letzten Marktsonntag „Little Ascot“, das Pferderennen mit Totalisator. Hut nicht vergessen! (psi)

Am letzten Wochenende im August feiern die Eberbacher den Kuckucksmarkt. Fünf Tage lang, von Freitag bis Dienstag, 26. bis 30. August, erstreckt sich auf dem Festgelände in der Au, also gleich neben dem Neckar, eine abwechslungsreiche Erlebniswelt. Bei 170 Marktbeschickern, mit  Fahrgeschäften, Eis- und Süßwaren, deftigen Speisen, verschiedenen Verkaufsständen und natürlich einigen Festzelten, kommt keine Langeweile auf.

Die offizielle Eröffnung mit Fassanstich bietet eine Besonderheit für schnelle Gäste – die ersten 1000 Besucher erhalten ein Freigetränk. Aber nicht nur das Festgelände bietet sich zum schlendern an, sonntags greift das Fest auch auf die Eberbacher Altstadt über. Da lässt es sich gemütlich bei verkaufsoffenem Sonntag shoppen. Der Montag steht mit einem großen Kinderfest im Zeichen der Kleinen und der Dienstag lädt zur Fleckviehrinderschau. Bei so vielen Programmpunkten ist das abschließende Brillantfeuerwerk dann eine eher romantische Abwechslung, vielleicht mit Blick vom Riesenrad auf die sich im Wasser des Neckars spiegelnden Lichter. (at)

Das größte Volksfest am Untermain, die Michaelismesse, wird vom 26. August bis 4. September wieder Massen von Besuchern nach Miltenberg ziehen. Mit zu dem Fest-Rummel vom Mainufer bis zur Altstadt gehört die traditionelle Gewerbeausstellung, an der sich an die hundert Firmen beteiligen. (kro)

Mit Blick auf die Käsglock’-Kirche und den Luisenplatz gibt sich die Heinerstadt vier Tage lang weinselig, zum Darmstädter Weinfest vom 1. bis 4. September auf der Wilheminenstraße. Zeit, der an die Stände angeklebten Plastikweinblätter. Gemütlich für den, der gerne vor den Schaufenstern der Geschäfte sitzt. Und Treffpunkt für alle, die die Weinfeste außerhalb der Woogstadt meiden oder gar nicht kennen. (bux)

Zum 176. Mal findet vom 2. bis 11. September der Buchener Schützenmarkt statt. Auf dem „Musterplatz“ mitten in der Stadt reihen sich die Stände der Aussteller, auch Festzelt und die Kirmes sind aufgebaut. (kro)

Bensheimer Winzerfest ist vom 3. bis 11. September in der Innenstadt, flächendeckend: Gaukler, Stände, Bühnen. Und Winzerdorf. In dem vom übrigen Fest wenig dekorativ abgetrennten Areal treffen sich die Wichtigen und Nötigen. Alle anderen feiern ohne Abtrennung um sich herum. Hinschauen lohnt, es gibt herrliche Plätzchen auf dem Fest. Winzersteaks, natürlich Wein, Besucher aus den Partnerstädten, an manchen Ecken auf den ersten Blick herrliche Flohmarktatmosphäre, beim zweiten Blick blickt man dann doch das Credo des Festes: Kommerz. Hier werden die Festhöchstpreise der ganzen Bergstraße aufgerufen. Lohnt dennoch für alle, die einen Einkaufsbummel gerne mit einem lauschigen Abstecher auf ein Straßenfest ausklingen lassen. (bux)

Am 11. September steht in Erbach mit dem Kerwemarkt eines der größten Straßenfeste Südhessens an. In der gesamten Innenstadt herrscht buntes Markttreiben mit Bewirtung und Musik, dazu fährt ein Bähnchen zum Wiesenmarktgelände, wo die Schäfer der Region zum Odenwälder Schäfertag einladen.

Groß-Umstadt ist die Weininsel inmitten eines Nicht-Weinbaugebietes und es versteht sich von selbst, dass auch hier ein Weinfest gefeiert wird. Zum Winzerfest – dieses Jahr vom 16. bis 19. September – wird die Stadt sich wieder im Ausnahmezustand befinden und die Umstädter Weinseligkeit lockt zahlreiche Besucher seit Jahren aus dem Umland. (psi)

Zwiebeln, Zwiebeln und noch mehr Zwiebeln gibt es beim Griesheimer Zwiebelmarkt vom 23. bis 26. September rund um den Marktplatz. Griesheim ist auf Sand gebaut, da gedeiht das glasige Gemüse gut. Und irgendwas wollen die „Griesemer“ schließlich auch zu feiern haben. Ansonsten: ein sehr entzerrtes und herrlich dezentrales Fest, überall dort wo Griesheim sich selbst am schönsten findet. Epizentrum des Zwiebelkults ist die Wagenhalle. Dort sitzen Wichtige und Offizielle und die unvermeidlichen Amtsträger neben denen, die wegen der meist attraktiven Musikauswahl in die Wagenhalle kommen. (bux)

Für den Ausklang der Odenwälder Freiluft-Festsaison sorgt Michelstadt vom 30. September bis 3. Oktober mit dem „Michelstädter Herbst“, eine Kombination aus Kirchweih, Weinbrunnenfest, Brotmarkt der Bäckerinnung und Kultourtag. Aus den zahlreichen Brunnen der Stadt wird Wein der verschiedenen Anbaugebiete ausgeschenkt, die Museen haben bei freiem Eintritt geöffnet, die Kerweburschen feiern Kerb und im Kellereihof duftet es nach frischem Brot. Die nächsten Open-Air-Feste sind dann wieder die Weihnachtsmärkte – aber das ist im Frühling, so kurz nach der Schneeschmelze, wahrlich noch kein Thema. (psi)

     

 

  
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