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A – Z in Heppenheim - kulinarische Darbietungen im SÜndereck des Doms

Ganz hinten links neben dem von den Heppenheimern so gerne für mächtig gehaltenen Dom versteckt sich die Kneipe „A – Z“. Das Haus war früher mal eine Schule, was für den etwas lexikalischen Namen der Kneipe verantwortlich ist. Innen erinnert freilich nichts mehr an Paukertum. Nicht einmal die Gäste. In den beiden merkwürdig verwinkelten und von Ebenenabsätzen unterbrochenen Gasträumen geht es so zu, wie es die Bergsträßer mögen: Urig, voller Fachwerk auch innen - und grober Natursteinmauern, dunkler Balken - atmosphärisch dicht eben. Und irgendwie immer ein wenig zu duster. Was ja schön sein kann. Wenn man es mag. Der große Freisitz mit herrlichem Blick auf die Starkenburg ist an drei Seiten umgeben von Hauswänden. Das wirkt beschützend – irgendwie wie daheim in der grundsanierten Remise, in die kein Nachbar hineinschauen kann. Wer so etwas nicht selbst hat, geht ins „A – Z“. Und wer ordentlich Hunger - Appetit reicht eigentlich auch schon - hat, wird dort sogar richtig glücklich und will gar keinen eigenen urigen Innenhof für sich selbst mehr haben. Die kulinarischen Kreationen sind nämlich hochkreativ. Die „A – Z“-Küche ist unauffällig wagemutig, bleibt dabei erdverbunden und geizt nicht mit Geschmacksträgern. Und wer glaubt, in Sachen Salattellern schon alles gesehen und gegessen zu haben, wird Augen machen. Die Dekorationen des Essens sind schon keine mehr. Es sind Darbietungen. Es hat schon Gäste gegeben, die haben ihre Teller vor dem ersten Bissen fotografiert.

Das „A – Z“ ist zweierlei und das ganz konsequent: Vorne, direkt beim Eingang und rund um den mächtigen Tresen geht es zuweilen lebhaft und laut zu. In der hinteren Gaststube dafür umso intimer und ruhiger.  Unterschiedlicher können zwei Gasträume in einer Kneipe kaum sein.

Dem uralten Häuschen sieht man von außen die immense Größe des „A – Z“ nicht an. Wenn man das Häuschen überhaupt findet. Eine allzu auffällige Beschilderung gibt es nicht und wer erst einmal vor oder neben dem Dom steht, glaubt schon nicht mehr daran, dass es hinten links - im Sündereck des Doms - noch etwa zu entdecken gibt. Dabei ist schon der Weg zum „A – Z“ mit seinen Einblicken in romantische und teilweise steil liegende Altstadtgärten ein Erlebnis. (bux)

„A – Z“, Kirchengasse 16, 64646 Heppenheim, Tel. 06252 3916, geÖffnet tÄglich ab 17 Uhr.

 

     

  
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